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Der Flughafen Düsseldorf will 70.000 Reisende am Tag auf Corona testen

Für Sommer 2021 : Airport plant Corona-Massentests

Bis zu 70.000 Passagiere am Tag könnten vor dem Abflug getestet werden. Im Sommer sollen also wieder rund zwei Millionen Menschen am größten Airport in NRW in den Urlaub jetten.

Trotz aktuell katastrophaler Lage hofft der Flughafen Düsseldorf schon bald auf wirtschaftlich bessere Zeiten. Das sagte Airportchef Thomas Schnalke beim Neujahrsempfang des Unternehmens, der wegen der Corona-Krise für die Gäste nur digital stattfand. Schnalke erklärte, er hoffe, schon bald 60.000 bis 70.000 Passagiere pro Tag auf Covid-19 testen zu können, damit Flüge sorgenfreier durchgeführt werden können. Sollte sich diese Prognose bewahrheiten, käme der Airport alleine mit getesteten Reisenden wieder auf monatlich rund zwei Millionen Passagiere, im gesamten November 2020 waren es nur 77.000.

Kürzlich erst hatte Tui-Chef Fritz Joussen unserer Redaktion gesagt, dass er von einem fast normalen Flugverkehr an das Mittelmeer in diesem Sommer ausgeht.

Schnalke bekräftigte, dass das Unternehmen viele der aktuell 2200 Stellen abbauen werde, um die Kosten zu senken. Eine Dauerkrise der Luftfahrt erwartet er nicht, obwohl die Passagierzahl derzeit rund 90 Prozent unter Vorjahresniveau liegt. „Was bleibt, ist der Reisewunsch der Menschen. Die Nachfrage nach der Krise wird so da sein wie vor der Krise“, so der Flughafenchef.

Düsseldorfs neuer Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU), NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) und Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) bekannten sich zum größten Airport des Landes. „Der Flughafen wird die pandemiebedingte Krise als bedeutender Verkehrsknotenpunkt hinter sich lassen“, sagte Keller als Gast bei der Live-Übertragung aus einem praktisch menschenleeren Terminal. Der Stadt gehören 50 Prozent der Anteile. Wüst sagte in einer Video-Botschaft, Mobilität bedeute Lebensqualität. Also seien Flughäfen wichtig. Gleichzeitig forderte er in einer Presseerklärung, der Bund solle endlich das Hilfsprogramm für die deutschen Airports in Höhe von 500 Millionen Euro freigeben. Wüst: „Der Bundesfinanzminister muss liefern.“

Pinkwart sagte in der Videoschalte, er hoffe schon bald auf wieder viele Verbindungen nach Übersee. Aktuell gibt es fast keine.

Am Schluss stieß Schnalke mit der Moderatorin der Online-Veranstaltung an. Und zwar mit Apfelschorle statt mit Sekt, weil es sich um eine öffentliche Veranstaltung handele, wurde erklärt. In der Öffentlichkeit ist laut Corona-Schutzverordnung aktuell der Konsum von Alkohol verboten.