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Markus Schenck soll zur Deutschen Bank wechseln: Das große Stühlerücken bei Goldman Sachs

Markus Schenck soll zur Deutschen Bank wechseln : Das große Stühlerücken bei Goldman Sachs

Einer der prominentesten Investmentbanker in Deutschland gibt seine Führungsaufgaben ab. Alexander Dibelius tritt nach 13 Jahren als Deutschland-Chef des US-Geldhauses Goldman Sachs ab.

Wie aus einer internen Mitteilung der Bank hervorgeht, sollen Wolfgang Fink und Jörg Kukies, die bislang in der zweiten Reihe stehen, die Position künftig gemeinsam ausfüllen. Der 55 Jahre alte Top-Banker soll als einer von drei Co-Chairmen der Investmentbanking-Sparte von London und Frankfurt aus auch weiter große Kunden des Geldhauses bei Fusionen und Übernahmen beraten. "In seiner neuen Rolle wird Alex Dibelius unverändert unsere wichtigsten Klienten betreuen und die Investment Banking Division als Ganzes prägen", heißt es in der Mitteilung.

Dibelius gilt als einer der am besten verdrahteten Investmentbanker in Deutschland. Er hatte sowohl die Übernahme von Chrysler durch Daimler wie auch die Trennung der beiden Autobauer begleitet, die Rekord-Übernahme von Mannesmann durch Vodafone und die Rettung des Autozulieferers Schaeffler nach dem milliardenschweren Kauf von Conti. Der promovierte Chirurg, der zuletzt durch seine Scheidung auch in den Klatschspalten aufgetaucht war, arbeitet seit 1993 für Goldman Sachs. Seit 2002 steht er an der Spitze des Deutschland-Geschäfts.

Der Abgang des Spitzenmannes scheint indes nicht der einzige bei Goldman Sachs Deutschland zu sein. Das "Manager Magazin" berichtet ohne Angaben von Quellen, Marcus Schenck solle Finanzvorstand der Deutschen Bank werden und dort den Posten von Stefan Krause übernehmen. Schenck war erst vor einem Jahr zu Goldman Sachs zurückgekehrt, nachdem er von 2006 bis 2013 als Finanzvorstand beim Düsseldorfer Energiekonzern Eon gearbeitet hatte. Bei der Deutschen Bank solle sich der bisherige Finanzvorstand Krause künftig um die langfristige strategische Weiterentwicklung kümmern, berichtet das Magazin. Die Deutsche Bank wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Auch von Goldman Sachs war zunächst keine Stellungnahme zu dem Bericht zu erhalten.

(rtr)