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Coronavirus. Weniger Reisen nach China, Milliardenverluste für Fluggesellschaften

Weniger China-Reisen : Luftfahrtvereinigung erwartet Milliardenverluste wegen Coronavirus

70 Airlines hätten angesichts des neuartigen Coronavirus alle Flüge von und nach China eingestellt. Für das erste Quartal 2020 werden deshalb 20 Millionen weniger Flugpassagiere auf China-Flügen als sonst erwartet.

Die Internationale Luftverkehrsvereinigung (ICAO) erwartet wegen des Coronavirus-Ausbruchs in China Umsatzeinbußen von bis zu fünf Milliarden Dollar (4,6 Milliarden Euro) für Fluggesellschaften weltweit. 70 Airlines hätten angesichts des neuartigen Coronavirus alle Flüge von und nach China eingestellt, teilte die UN-Organisation am Donnerstag mit. 50 weitere Fluggesellschaften reduzierten demnach ihren Flugverkehr von und nach China.

Für das erste Quartal 2020 bedeute die Reduzierung des Flugverkehrs fast 20 Millionen weniger Flugpassagiere auf China-Flügen als erwartet, erklärte die ICAO. Diese Zahl entspreche einem Umsatz von rund fünf Milliarden Dollar.

Die Auswirkungen auf die Luftfahrtbranche durch die derzeitige Coronavirus-Epidemie seien voraussichtlich größer als bei der Sars-Epidemie in den Jahren 2002 und 2003. Grund dafür sei vor allem die hohe Zahl an Flugausfällen, erklärte die ICAO. Hinzu komme, dass sich die Frequenz des internationalen Flugverkehrs von und nach China in den vergangenen 17 Jahren verdoppelt habe.

Vor dem Ausbruch hätten die Fluggesellschaften geplant, im ersten Quartal 2020 ihre Kapazitäten für internationale Flüge von und nach China im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent zu erhöhen, erklärte die Organisation. Tatsächlich seien die Kapazitäten bei den nicht-chinesischen Fluggesellschaften jedoch um 80 Prozent gekürzt worden.

Am stärksten von den Umsatzeinbußen betroffen ist laut ICAO Japan: Für das Land bedeute die Covid-19-Epidemie Einbußen im Tourismus-Sektor in Höhe von bis zu 1,29 Milliarden Dollar. Bei Thailand könnten die Einbußen demnach bei bis zu 1,15 Milliarden Dollar liegen.

In China gibt es inzwischen mehr als 64.000 nachgewiesene Coronavirus-Fälle, etwa 1400 Menschen starben. Außerhalb von China wurden 600 Infektionen in etwa 30 Ländern bestätigt.

(kron/AFP)