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Coronavirus in Düsseldorf: Erster Infizierter bei Vodafone gemeldet

Nach Karnevalssitzung in Heinsberg : Vodafone in Düsseldorf meldet ersten Corona-Infizierten

Ein Mitarbeiter des Mobilfunkkonzerns Vodafone Deutschland war auf der Karnevalssitzung in Heinsberg, bei der sich viele Menschen mit dem Coronavirus infizierten. Am Freitag ist er positiv getestet worden. Auch Henkel ist alarmiert wegen möglicher Risiken durch Covid-19.

Ein Mitarbeiter von Vodafone-Deutschland ist an Covid-19 erkrankt. Das hat das Unternehmen am Montagmorgen intern bekanntgegeben, wie unsere Redaktion erfuhr. Der Mitarbeiter war bereits am Freitag positiv auf das Virus getestet worden. Er hatte an der Karnevalssitzung in Heinsberg teilgenommen, bei der sich auch viele andere Menschen infizierten.

Weil der Mitarbeiter nach der Karnevalsitzung nicht mehr in der Düsseldorfer Vodafone-Zentrale anwesend war, wird dort auf eine Quarantäne für Beschäftigte verzichtet. Der Erkrankte befindet sich in häuslicher Quarantäne in NRW. Sein Wohnort ist nicht Düsseldorf.

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Bei einer Dienstreise zu Vodafone-Standorten in Großbritannien hatte der Mitarbeiter unter anderem Kontakt zu einem Vodafone-Mitarbeiter aus Unterföhring bei München. Dieser und sechs weitere Beschäftigte aus Unterföhring wurden angewiesen, erst einmal zu Hause zu arbeiten. Alle haben bisher keine problematischen Symptome gezeigt, es geht ihnen allen gut, erklärt Vodafone intern.

Für alle Vodafone Mitarbeiter weltweit sind Auslandsreisen bis auf weiteres bereits nicht mehr erlaubt, es sei denn, sie sind zwingend erforderlich. Das Unternehmen berät über weitere Schritte. So wird wohl weitgehend auch auf Reisen in Deutschland verzichtet.

Auch Henkel ist beunruhigt wegen einer möglichen Infektion aus dem nur 50 Kilometer von Düsseldorf entfernten Heinsberg. Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern hat 60 Mitarbeiter, die in Heinsberg und Umgebung wohnen, bereits am Freitag aufgefordert, erst einmal von zuhause aus zu arbeiten. Das erfuhr unsere Redaktion. So soll sicher gestellt werden, dass möglicherweise infizierte Kollegen das Virus nicht an andere Beschäftige weitergeben können. So soll auch ausgeschlossen werden, dass im schlimmsten Fall Teile der Produktion lahmgelegt werden.