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Clorox und "Stay at Home"-Firmen: Spekulieren mit der Coronavirus-Angst

Clorox-Aktienhoch : So spekulieren Anleger mit der Sorge vor einer Epidemie

An den Börsen ist von Talfahrt die Rede, sobald das Wort „Coronavirus“ fällt. Doch manche Aktien sind plötzlich gefragt - oder werden zu Tipps für schlechte Zeiten stilisiert.

An den Börsen sorgt die Angst vor einer globalen Ausbreitung des neuartigen Coronavirus für Einbrüche. Doch es gibt auch Profiteure: Das US-Unternehmen Clorox etwa produziert Hand-Desinfizierer und andere antibakterielle Reinigungsmittel und steht an der Börse in New York hoch im Kurs.

Obwohl Firmenchef Benno Dorer erst kürzlich im Interview mit dem US-Sender CNBC gesagt hatte, das Unternehmen verzeichne bislang keine erhöhte Nachfrage, erfreuen die Aktien des Konsumgüterherstellers seit Tagen die Anleger. Am Donnerstag erreichten sie ein neues Rekordhoch im US-Handel. Trotz des allgemeinen Ausverkaufs verbuchten die Clorox-Aktien leichte Kursgewinne und kletterten zwischenzeitlich auf mehr als 170 Dollar.

Das Investmenthaus MKM Partners hat unterdessen einen „Stay at Home“-Index mit Aktien zusammengestellt, die angeblich besonders gefragt wären, wenn die Angst vor dem Virus steigt und viele Menschen zuhause bleiben. Dazu zählen neben Clorox etwa der Streaming-Gigant Netflix, die Waffenschmiede Sturm Ruger, der Dosensuppen-Anbieter Campbell, der Spieleentwickler Activision Blizzard, der Videokonferenz-Spezialist Zoom, die Bürochat-App Slack oder der Heim-Fitnessgerätehersteller Peloton.

Während des Börsensturzes der vergangenen fünf Handelstage machten davon aber nur Zoom und Peloton deutliche Kursgewinne.

(peng/dpa)