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Solarkonzern: Chinesische Firma will offenbar bei Conergy einsteigen

Solarkonzern : Chinesische Firma will offenbar bei Conergy einsteigen

Der angeschlagene Solarkonzern Conergy steht einem Zeitungsbericht zufolge vor einem Teilverkauf nach China. Ein chinesisches Solarunternehmen wolle knapp 30 Prozent der Aktien übernehmen, berichtete die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Conergy-Manager und Aufsichtsräte hätten sich bereits dutzende Male mit dem Interessenten getroffen. Das Geschäft solle bis zum Sommer abgeschlossen sein. "Es ist nicht mehr eine Frage des Ob, sondern nur noch des Wann", sagte ein Insider dem Blatt.

Es handelt sich demnach um einen chinesischen Hersteller von Solartechnik, der Teil eines Firmenkonglomerats ist. Der chinesische Staat sei nicht beteiligt, einige Manager seien aber regierungsnah. Die Verhandlungen schritten nur langsam voran. Über die Grundzüge des Geschäfts sei man sich aber einig.

Der Hamburger Solarkonzern ringt seit längerem ums Überleben, nachdem er durch Missmanagement bereits 2007 ins Wanken geraten war. Nach einem Kapitalschnitt und anschließender Sachkapitalerhöhung gehört Conergy zu einem großen Teil Hedgefonds. Zudem hat sich die defizitäre Firma vom größten Teil ihrer Produktion getrennt und Personal abgebaut. Conergy ist als Systemanbieter und Projektentwickler unterwegs und hofft 2012 erstmals wieder - zumindest vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) - auf einen kleinen Gewinn. 2013 sollen dann auch unter dem Strich schwarze Zahlen stehen - erstmals seit 2005.

(REU)