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Geräte aus Regalen entfernt: China stoppt iPad-Verkauf

Geräte aus Regalen entfernt : China stoppt iPad-Verkauf

Der Streit um die chinesischen Rechte an dem Markennamen iPad hat sich verschärft. In weiteren Städten wurden die beliebten Tablet-Computer von Apple aus den Regalen genommen. Auch mehrere Onlineshops bieten das iPad nicht mehr an.

In knapp 20 Provinzen und Metropolen wie Peking und Shanghai haben städtische Gewerbeämter mit Ermittlungen begonnen. "Wir mussten die iPads aus dem Regal nehmen", bestätigte ein autorisierter Apple-Händler in Shanghai am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa.

Doch fügte er hinzu: "Wenn sie wollen, können sie es weiter von uns kaufen." Ähnliche Antworten gab es auch in anderen Läden. Das Bild war aber uneinheitlich: Während einige Händler in verschiedenen Städten betonten, keine iPads mehr zu verkaufen, boten offizielle Apple-Stores und auch andere Läden den Tablet-Computer unverändert an.

Hintergrund ist ein Streit um den Namen iPad. Das in Südchina ansässige Unternehmen Proview Technology Shenzhen beansprucht die chinesischen Namensrechte und hat den Computerkonzern aus Cupertino wegen Urheberrechtsverletzung verklagt. Zugleich berichtete das "Wall Street Journal", Amazon habe die iPads aus dem Online-Verkauf nehmen müssen, weil das Unternehmen kein autorisierter Händler gewesen sei.
Dies sei nicht mit dem Namensstreit verbunden, hieß es unter Berufung auf eine informierte Person.

(dpa)