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Smartphone-Pionier: Blackberry macht fast sechs Milliarden Dollar Minus

Smartphone-Pionier : Blackberry macht fast sechs Milliarden Dollar Minus

Der kriselnde kanadische Smartphone-Hersteller Blackberry hat in seinem Anfang März beendeten Geschäftsjahr einen Verlust von 5,9 Milliarden Dollar (4,3 Milliarden Euro) gemacht.

Der Umsatz fiel im Vorjahresvergleich um fast 40 Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Im vierten Quartal seines Geschäftsjahrs von Dezember bis Ende Februar belief sich der Verlust auf 423 Millionen Dollar - im Vorjahresquartal hatte noch ein Gewinn von 93 Millionen Dollar unter dem Strich gestanden.

Blackberry verkaufte oder lieferte im vierten Quartal 3,4 Millionen Smartphones aus, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Darunter waren 2,3 Millionen Geräte mit dem Betriebssystem Blackberry 7. Das Unternehmen hatte Anfang 2013 sein neues Betriebssystem Blackberry 10 vorgestellt; das neue Modell Z10 läuft damit.

Blackberry hob hervor, dass der Verkauf von Smartphones nur 37 Prozent des Umsatzes ausmache. 56 Prozent würden mit Dienstleistungen für Unternehmen verdient, sieben Prozent mit Software. Unternehmenschef John Chen, seit November im Amt, zeigte sich zufrieden mit der Umsetzung der Strategie, die er Blackberry verordnet hat. Die Sparziele würden eher erreicht als geplant. Blackberry stehe auf gesünderen Füßen und sei auf dem Weg zurück zu Wachstum und Ertrag.

Blackberry hatte im September die Streichung von 4500 Stellen angekündigt - rund 40 Prozent seiner Beschäftigten. Eine Reihe von Geräten lässt das Unternehmen mittlerweile vom taiwanischen Konzern Foxconn fertigen, der auch im Auftrag von Apple Smartphones baut.

Die Geräte von Blackberry war früher vor allem bei Geschäftsleuten beliebt. Seit dem Start des iPhones von Apple und des Google-Betriebssystems Android liefen dem Smartphone-Pionier aber die Kunden davon.

(AFP)