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Keine Chance gegen iPhones: BlackBerry gibt Privatkundengeschäft auf

Keine Chance gegen iPhones : BlackBerry gibt Privatkundengeschäft auf

Der angeschlagene BlackBerry-Hersteller Research in Motion (RIM) zieht sich weitgehend aus dem Privatkundengeschäft zurück. Stattdessen wolle man sich voll und ganz auf die Firmenkunden konzentrieren, erklärte das kanadische Unternehmen.

Die Versuche von RIM, auf dem Privatkundenmarkt Fuß zu fassen, scheiterten vor allem an der Beliebtheit der Smartphones von Apple und anderen Herstellern, die auf das Google-Betriebssystem Android setzten. Bei Geschäftskunden sind die BlackBerry-Geräte dagegen weiterhin beliebt.

"Wir planen, unseren Fokus wieder auf das Geschäft mit Geschäftskunden zu legen, um dort von unserer Führungsposition zu profitieren", sagte RIM-Chef Thorsten Heins. Das Unternehmen könne keinen Erfolg haben, "wenn wir versuchen, jedermanns Liebling zu sein und allen Alles zu geben".

Das kanadische Unternehmen hatte lange den Smartphone-Markt für Geschäftskunden dominiert. BlackBerrys gelten vor allem für E-Mails als sicher und zuverlässig. RIM bemühte sich, den Erfolg auch auf den Privatkundenmarkt auszudehnen, scheiterte aber daran, dass seine Telefone von den Verbrauchern als weniger attraktiv als die Konkurrenzprodukte - allen voran das iPhone von Apple - eingeschätzt werden.

iPhone-Nachfrage ist größer

In jüngster Zeit musste RIM auch auf dem Geschäftskundenmarkt Verluste hinnehmen, da immer mehr Mitarbeiter von Unternehmen iPhones oder Android-Geräte statt BlackBerrys verlangen. Apple verkaufte im letzten Quartal 2011 37 Millionen iPhones und damit mehr als RIM mit BlackBerrys in den vergangenen drei Quartalen zusammen.

Zuletzt scheiterte das kanadische Unternehmen auch mit einem eigenen Tablet-Computer als Konkurrenz zum iPad von Apple. Das PlayBook vom RIM wird inzwischen zu einem Preis verkauft, der unter den Herstellungskosten liegt.

Auch mit seinen Quartalszahlen blieb RIM hinter den Erwartungen zurück. Im vierten Quartal verbuchte der Konzern einen Verlust von 125 Millionen Dollar oder 24 Cent pro Aktie, wie Heins am Donnerstag bekannt gab. Der Umsatz ging um 25 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar zurück.

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(APD)