Bittere Pille für RWE-Mitarbeiter - ein Kommentar zur Innogy-Übernahme

RWE-Eon-Megadeal: Innogy-Mitarbeiter zahlen die Zeche

Erklärung von RWE und Eon: 5000 Innogy-Mitarbeiter fürchten um ihre Jobs

Einst stand RWE für Ruhe, Wohlstand und Erholung. Davon ist nichts geblieben. 2016 spalteten sich RWE und Eon in vier Konzerne auf, nun zerlegen die Großen den schwächsten und teilen ihn unter sich auf. Die Rechnung für das Schlachtfest zahlen die Mitarbeiter, 5000 Stellen fallen weg.

Strategisch macht die Neuordnung Sinn, entsprechend feierten die Börsen. Doch der RWE-Mitarbeiter, der vor zwei Jahren zu Innogy wechselte, um nun zu Eon oder zum Arbeitsamt zu gehen, kann an der Revolution nichts Gutes finden. Auch nicht der Eon-Mitarbeiter, der zwar Teyssens letztes Sparprogramm überlebt hat, jetzt aber weichen muss.

Bleibt die Frage, warum Politik und Gewerkschaften freudig zustimmen. Bei der Politik dürfte das schlechte Gewissen eine Rolle spielen. Merkel selbst hat mit dem überhasteten Atomausstieg und der anhaltenden Überförderung des Ökostroms die Konzerne in die Nähe der Schlachtbank geführt.

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Die Gewerkschaften wird man mit vagen Versprechungen und ein paar neuen Arbeitsdirektoren-Posten eingefangen haben. Ein bitterer Tag für die Belegschaft.

(anh)
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