Nivea-Produzent: Beiersdorf kopiert Strategie der Düsseldorfer Henkel AG

Nivea-Produzent : Beiersdorf kopiert Strategie der Düsseldorfer Henkel AG

Der Nivea-Produzent Beiersdorf setzt ebenso wie der Düsseldorfer Konkurrent Henkel immer stärker auf die Konsumenten in den aufstrebenden Ländern. So soll in Indien im nächsten Jahr ein Werk mit 300 Mitarbeitern eröffnet werden, kündigte Konzernchef Stefan Heidenreich Dienstag an.

Die Henkel AG macht bereits mehr als 40 Prozent seines Umsatzes in Wachstumsstaaten außerhalb der traditionellen Industriestaaten — Beiersdorf hinkt insgesamt weit hinterher.

Mit einer Fertigung auf dem Subkontinent will Beiersdorf den Riesenmarkt mit mehr als einer Milliarde Menschen noch besser mit Hautcremes, Deos und Duschlotionen beliefern. Bislang exportiert Beiersdorf dorthin, was die Erlöse bei dem schwachem Kurs der indischen Rupie schrumpfen lässt. Bereits jetzt produziert der Hamburger Nivea-Hersteller in China und in mehreren Ländern Südamerikas, wo die aufstrebenden Mittelschichten immer mehr Geld für Kosmetikartikel ausgeben.

Die Werke vor Ort sollen auch verhindern, dass der Konzern Opfer von Währungsturbulenzen wird, die jüngst Schwellenländer wie Indien oder die Türkei erfasst hatten.

"Beiersdorf befindet sich wieder auf nachhaltigem Wachstumskurs", sagte Heidenreich. Er war vor zwei Jahren an die Spitze des Konzerns getreten. Mit Blick auf den Kassenstand von 2,5 Milliarden Euro sagte der Konzernchef, irgendwann werde man dieses Geld auch nutzen, "in der Hauptsache für Akquisitionen". Auch hier ist Henkel das Vorbild, das Zukäufe von bis zu fünf Milliarden Euro plant.

(rtr/rky)