Bayer verkauft Coppertone-Sonnenschutz an Beiersdorf

Leverkusen : Bayer verkauft Coppertone-Sonnenschutz an Beiersdorf

Wenigstens bei den Baustellen im Konzern kommt bayer voran: Der Niveahersteller zahlt 550 Millionen Dollar für die glücklose Merck-Marke Coppertone.

(anh) Bei allem Ärger über Monsanto kommt Bayer wenigstens bei anderen Baustellen voran: Der Konzern fand für die Sonnenschutzmarke Coppertone einen Käufer. Der Nivea-Hersteller Beiersdorf übernimmt das Geschäft für 550 Millionen Dollar, wie Bayer mitteilte. Coppertone war die erste Sonnenschutzmarke, die 1944 auf den US-Markt kam. Zu Bayer kam sie, als der Konzern 2014 das Geschäft mit rezeptfreien Mitteln von Merck übernahm. Doch der Deal endete als Enttäuschung, bis heute ist dem Leverkusener Konzern nicht gelungen, die Merck-Geschäfte gut zu integrieren. Daher hat Bayer im Zuge des großen Umbaus bereits vor Monaten einige Geschäfte zum Verkauf gestellt. Coppertone macht zuletzt einen Jahresumsatz von 213 Millionen Dollar. Beiersdorf erwirbt die weltweiten Produktrechte an Coppertone und übernimmt die 450 Mitarbeiter in den USA, Kanada und China.

„Wir glauben in Beiersdorf den richtigen Partner gefunden zu haben, der weiter in die Marke Coppertone investiert“, sagte Bayer-Vorstand Heiko Schipper. „Seit Bayer Coppertone Ende 2014 übernommen hat, haben wir bei der Revitalisierung der Marke Fortschritte gemacht.“

Auf Bayers Verkaufsliste steht auch noch Dr. Scholl’s aus dem Bachladen von Merck. Und unabhängig davon die Chempark-Beteiligung und die Sparte Tiergesundheit.

(anh)
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