Kein Platz für viele Manager So geht Bayer beim Stellenabbau vor

Leverkusen · Bill Anderson spricht viel von Befreiung und Wandel. Nun erklärt er, wie er sich den Umbau vorstellt. Viele Manager werden keinen Platz in der neuen Bayer-Welt finden. Ab 2027 kann Bayer kündigen.

In Leverkusen arbeiten viele in der Verwaltung, hier sollen viele Stellen wegfallen.

In Leverkusen arbeiten viele in der Verwaltung, hier sollen viele Stellen wegfallen.

Foto: dpa/Oliver Berg

Ein bisschen ist es wie bei einer Sekte: Wenn Bayer-Manager über den Umbau des Konzerns sprechen, ist viel von Visionen, fundamentalem Wandel und Befreiung die Rede. „Tausende Mitarbeiter haben die Reise bereits begonnen“, sagte Michael Lurie am Freitag vor Journalisten. Er ist „Chief Catalyst“ bei Bayer, also eine Art Chefumbauer. Konzern-Chef Bill Anderson versuchte, mit Lurie und anderen das neue Organisationsmodell „Dynamic Shared Ownership“ (DSO) zu erklären, das seit Wochen für Unruhe sorgt – weil es auch mit erheblichem Stellenabbau verbunden ist.