Bill Anderson treibt Umbau voran Bayer-Chef schließt Aspirin-Verkauf nicht aus

Leverkusen · Vorrangig auf eine radikale Kulturrevolution setzt Bill Anderson, der neue Chef von Bayer. Die Forscherteams im Konzern sollen viel eigenständiger arbeiten, sagt er in einem Interview. Dabei deutet er an, wie viele Managerjobs dies kosten kann: 30 bis 80 Prozent.

 Bill Anderson übernahm im Juni 2023 den Chefposten im Bayer-Konzern

Bill Anderson übernahm im Juni 2023 den Chefposten im Bayer-Konzern

Foto: Bayer

Der neue Chef von Bayer, Bill Anderson, bekräftigt sein Ziel, den Leverkusener Dax-Konzern radikal umzubauen. Dies erklärt er in einem Interview des „Handelsblatt“. Der US-Amerikaner stellt dabei auch klar, dass er sich eine Aufspaltung des Konzerns gut vorstellen könne: „Ich habe in Gesprächen mit Arbeitnehmervertretern, Aktionären und dem Aufsichtsrat immer deutlich gemacht: Es zählt nur, was nachhaltig Wert schafft. Und wenn man überzeugt ist, dass sich ein Geschäft außerhalb von Bayer besser entwickeln kann, muss man entsprechend handeln. Bayer hat übrigens genau das bewiesen, als man sich von Chemie und Kunststoffen trennte.“ Dabei schließt er auf Nachfrage ausdrücklich nicht aus, die Sparte Consumer Health abzustoßen, zu der die Bayer-Kernmarke Aspirin gehört. Anderson: „Wenn man nach Abwägung aller Faktoren zu dem Schluss kommt, dass eine Entscheidung strategisch genau die richtige ist, dann muss man sie auch treffen.“