Pläne des Bundesfinanzministerium: Banken sollen Sonderabgabe zahlen

Pläne des Bundesfinanzministerium: Banken sollen Sonderabgabe zahlen

Düsseldorf (RPO). Das Bundesfinanzministerium arbeitet an einer Sonderabgabe für Banken. Unions-Bundestagsfraktionsvize Michael Meister (CDU) sagte in einem Interview, die Sonderabgabe solle die entstandenen Kosten zur Rettung des Finanzsektors finanzieren und einen Puffer für künftige Krisen bilden.

Der Beitrag solle nach Geschäftsrisiko, Unternehmensgröße und Vernetzung mit anderen Geldhäusern gestaffelt werden. "Wer sein eigenes Systemrisiko reduziert, zahlt weniger", versprach Meister gegenüber dem Magazin "Wirtschaftswoche".

Der Geschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken, Dirk Jäger, sagte dem Blatt seine Organisation könne sich solch eine Abgabe vorstellen. Allerdings sollten sie alle Institute ohne Größenbegrenzung zahlen.

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Dagegen drängte Sparkassenpräsident Heinrich Haasis auf eine Differenzierung. "Eine solche Abgabe muss nach dem Risiko der Geschäfte und der Systemrelevanz der Institute gestaffelt werden", sagte er dem Magazin. Wenn sie pauschal auf die Bilanzsumme erhoben werde, treffe es jeden Handwerkskredit.

(DDP/felt)