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Ramsauer lobt Unternehmensergebnis: Bahn zahlt 525 Millionen Euro Dividende an Bund

Ramsauer lobt Unternehmensergebnis : Bahn zahlt 525 Millionen Euro Dividende an Bund

Die Deutsche Bahn wird in diesem Jahr eine Dividende von 525 Millionen Euro an den Bund überweisen. Das beschloss am Mittwoch die Hauptversammlung der Deutschen Bahn, wie Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) mitteilte. Da die Bahn ein Staatskonzern ist und der Bund damit 100 Prozent der Anteile an der Bahn hält, hielt Ramsauer das Aktionärstreffen alleine ab.

"Es ist etwas Normales, dass sich der Eigentümer eine Dividende auszahlen lässt", sagte Ramsauer. Auch in den kommenden beiden Jahren solle die Bahn jeweils 525 Millionen Euro in den Haushalt des Verkehrsministeriums einspeisen. Die Dividende soll demnach in "Verkehrsinvestitionen" fließen. Ab 2015 solle die Ausschüttung auf 700 Millionen ansteigen, wovon die Hälfte in Infrastrukturprojekte wandern werde. "Ich erwarte, dass die Bahn auch aus ihrem eigenen Cashflow investiert, um besser zu werden", sagte Ramsauer.

Seit drei Jahren hält der Minister die Aktionärsversammlung persönlich ab. "Ich will ein Zeichen dafür setzen, wie sehr die Bundesregierung mit der Deutschen Bahn verbunden ist", sagte Ramsauer. Die Bahn sei kein "x-beliebiges Unternehmen mit zufälliger Beteiligung des Bundes".

Ramsauer lobte die Bilanz der Bahn für 2011. Er sprach von einem "sehr guten Jahresergebnis". Der Konzern stellt seine Bilanz am Donnerstag vor. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Bahn, Utz-Hellmuth Felcht, sagte am Mittwoch, nicht nur die wirtschaftlichen Kennzahlen der Bahn, sondern auch jene zur Qualität hätten sich positiv entwickelt: "Service, Pünktlichkeit, die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit und der Ruf der Bahn sind vorangekommen."

Im vergangenen Jahr hatte der Bund erstmals 500 Millionen Euro Dividende von der Bahn erhalten. Es war die erste Ausschüttung an den Eigentümer gewesen. Beschlossen hatte die Dividende die schwarz-gelbe Koalition, um den Bundeshaushalt zu sanieren. Opposition und Verbraucherverbände hatten dies scharf kritisiert. Das Geld solle das Unternehmen in einen besseren Service stecken, forderten sie.

(AFP)