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300 Millionen Euro gefordert: Bahn will Bombardier auf Schadenersatz verklagen

300 Millionen Euro gefordert : Bahn will Bombardier auf Schadenersatz verklagen

Wegen fehlerhafter Züge fordert die Deutsche Bahn einem Medienbericht zufolge vom Zugbauer Bombardier Schadenersatz in Millionenhöhe.

Die Konzerntochter S-Bahn Berlin werde in Kürze eine Klage mit einer Forderung von etwa 300 Millionen Euro wegen schwerer Mängel an den Berliner S-Bahnzügen einreichen, berichtete die "Bild am Sonntag". Vergleichsverhandlungen mit dem kanadischen Unternehmen seien zuvor gescheitert.

In der Vergangenheit war es bei der Berliner S-Bahn immer wieder zu technischen Störungen, Zugausfällen und Verspätungen gekommen. In kostspieligen Reparaturen mussten an den Zügen Räder und Radsatzwellen ersetzt, Bremsen und teilweise Motoren ausgetauscht werden.

"Wir weisen die Ansprüche der Deutschen Bahn zur Berliner S-Bahn-Reihe 481 als unbegründet und die Anschuldigungen als rufschädigend zurück", zitierte die Zeitung einen Bombardier-Sprecher. Zwei weitere Klagen der Bahn gegen Bombardier wegen defekter Züge sind vor den Landgerichten München und Berlin anhängig. Dabei geht es um Schäden in Höhe von 160 Millionen Euro, welche die Bahn ersetzt haben will.

(AFP/felt)