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Bahn-Bilanz: Staatskonzern fährt offenbar erneut Milliarden-Verlust ein

Fernverkehr belastet Bilanz : Bahn fährt offenbar erneut Milliarden-Verlust ein

Die Bahn fährt einem Medienbericht zufolge in der Corona-Krise weiter hohe Verluste ein. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Unterlagen des Konzerns. Die will das Unternehmen morgen der Öffentlichkeit vorstellen.

Die Deutsche Bahn fährt in der Corona-Krise weiter milliardenschwere Verluste ein. In den ersten sechs Monaten des Jahres steht unter dem Strich ein Minus von über 1,4 Milliarden Euro, wie Konzernunterlagen zeigen, die der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorlagen.

Vor allem der Fernverkehr mit ICE und IC war dafür verantwortlich. Hier wirkte sich aus, dass die Bahn ihre Züge trotz geringer Auslastung auch auf Wunsch des Bundes in der Pandemie ohne große Einschränkungen weiterfuhr. Immerhin blieb der Verlust im Gesamtkonzern deutlich unter dem Vorjahreswert von 3,7 Milliarden Euro. Dafür sorgten unter anderem höhere Gewinne der Speditionstochter Schenker und des Schienennetzes. Der Umsatz fiel den Unterlagen zufolge mit rund 21,8 Milliarden Euro mehr als zehn Prozent höher aus als im Vorjahresvergleich.

Eine Bahn-Sprecherin wollte die Zahlen nicht kommentieren. Die Deutsche Bahn will ihre Halbjahresbilanz am Donnerstag der Öffentlichkeit vorstellen.

(th/Reuters)