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Erste Flüge vom Hauptstadtflughafen im März: Aufsichtsrat stimmt BER-Teileröffnung zu

Erste Flüge vom Hauptstadtflughafen im März : Aufsichtsrat stimmt BER-Teileröffnung zu

Nach zahlreichen Pannen soll der neue Hauptstadtflughafen BER im März kommenden Jahres teilweise den Betrieb aufnehmen. Diesem Vorhaben stimmte der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg am späten Freitagabend zu, wie Aufsichtsratskreise bestätigten.

Zuvor hatte Geschäftsführer Hartmut Mehdorn mitgeteilt, dass er eine Teileröffnung mit bis zu zehn Flugzeugen täglich plane. Damit die ersten Maschinen tatsächlich abheben können, muss zuvor der Nordpier saniert werden. Dafür wurde nach Mehdorns Angaben in dieser Woche der Bauantrag gestellt. Von der Teileröffnung profitieren zunächst nur die beiden Charterfluggesellschaften Air Germania und Condor.

Eine Anreise der Fluggäste per Bahn wird nach Angaben Mehdorns zunächst nicht möglich sein. Allerdings werde den Passagieren ein Parkhaus zur Verfügung stehen. Ein Shuttle soll die BER-Fluggäste zudem zum alten Flughafen Schönefeld befördern, um eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sicherzustellen.

Die Inbetriebnahme des neuen Großflughafens wurde bislang vier Mal verschoben - zuletzt im Januar. Grund sind unter anderem massive Mängel an der Brandschutz-Anlage. Mehdorn kündigte am Freitag an, in "zwei bis drei Monaten" zu wissen, wann eine Gesamteröffnung des BER möglich ist. Zurzeit rede die Flughafengesellschaft mit Siemens über eine Fertigstellung der Entrauchungsanlage. Der Vertrag solle in den kommenden Wochen unterzeichnet werden.

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) gab unterdessen den Vorsitz im BER-Aufsichtsrat ab. Er zieht sich Ende August aus der Politik zurück. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) übernahm zunächst als stellvertretender Vorsitzender die Leitung des Gremiums. Der neue Vorsitzende soll Ende Oktober auf der nächsten Aufsichtsratssitzung gewählt werden.

(AFP)