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Offenbar geringe Nachfrage nach buntem Gerät: Apple verringert angeblich Bestellungen für iPhone 5C

Offenbar geringe Nachfrage nach buntem Gerät : Apple verringert angeblich Bestellungen für iPhone 5C

Die Nachfrage nach dem neuen bunten iPhone 5C von Apple ist womöglich geringer als erwartet: Der US-Elektronikkonzern habe seinen Zulieferern Foxconn und Pegatron in Taiwan in diesem Monat mitgeteilt, dass die Aufträge für das 5C im vierten Quartal kleiner ausfallen würden als geplant, berichtete am Mittwoch die Nachrichtenagentur Dow Jones unter Berufung auf informierte Kreise.

Pegatron baut Analystenangaben zufolge zwei Drittel der bunten iPhones zusammen; Apple soll die Aufträge um 20 Prozent gekürzt haben. Bei Foxconn habe der US-Konzern eine Kürzung um ein Drittel angekündigt. Einem Zulieferer sei sogar mitgeteilt worden, die Order werde um die Hälfte reduziert. Foxconn und Pegatron wollten den Bericht nicht kommentieren.

Apple verkauft seine zwei neuen iPhone-Modelle seit September: das iPhone 5C in bunten Farben und viel Plastik und das edlere und teurere iPhone 5S mit Metallgehäuse in gold, silber oder grau. In den ersten drei Tagen verkaufte Apple die Geräte neun Millionen Mal, nach Unternehmensangaben ein neuer Rekord. Unterschieden zwischen dem 5C und dem 5S wurde dabei aber nicht.

Die neuen Smartphones sollen Apple helfen, den Verlust an Marktanteilen auszugleichen. Die Konkurrenz - Geräte mit dem Google-Betriebssystem Android - hat hier mittlerweile einen Anteil von über drei Vierteln.

Neues Hauptquartier

Derweil ist Apple bei den Plänen für ein neues riesiges Hauptquartier in Kalifornien fast am Ziel. Der Stadtrat von Cupertino billigte am späten Dienstag einstimmig das Projekt, wie die "San Jose Mercury News" berichtete. Nach einer letzten Einspruchsfrist bis zum 15. November kann die Stadt dann endgültig grünes Licht geben.

Apple plant das kreisrunde Gebäude mit nahezu durchgängiger Glasfassade schon seit Jahren. Der bereits stark angeschlagene Firmengründer Steve Jobs trat 2011 wenige Monate vor seinem Tod noch persönlich vor den Stadträten auf, um für das Projekt zu werben. Das vierstöckige Hauptquartier - größer als das Pentagon - soll mehr als 14 000 Mitarbeitern Platz bieten.

Bei der Diskussion hätten sich einige Einwohner besorgt über eine stärkere Verkehrsbelastung im Umfeld gezeigt, schrieb die "Mercury News". Apple habe zugesagt, dass mehr Mitarbeiter öffentliche Verkehrsmittel nutzen würden.

Apple kaufte für die neue Zentrale das frühere Firmengelände des PC-Herstellers Hewlett-Packard direkt an einer Autobahn. Für die Gestaltung des futuristischen Komplexes wurde die Firma des britischen Star-Architekten Norman Foster verpflichtet. Wenn alle Genehmigungen erteilt sind, soll zum Jahresende der Abriss der alten Gebäude beginnen. Apple will das neue Hauptquartier voraussichtlich 2016 eröffnen, der wenige Kilometer entfernte bisherige Gebäudekomplex war inzwischen zu klein geworden.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Apple eröffnet seinen Flagship-Store in Berlin

(AFP/dpa)