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Apple-Chef Tim Cook bekommt nur kleine Gehaltserhöhung

Tim Cook verdient 4,25 Millionen Dollar : Apple-Chef bekommt nur kleine Gehaltserhöhung

Trotz eines Gewinnrückgangs im vergangenen Geschäftsjahr darf sich Apple-Chef Tim Cook über eine kleine Gehaltserhöhung freuen. Er bekommt 4,25 Millionen Dollar (3,09 Mio Euro) nach zuvor 4,17 Millionen Dollar, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Börsenmitteilung hervorgeht.

Apple hatte zwar einen durchschlagenden Erfolg mit seinem neuen iPhone 5s, das sich zur Premiere so gut verkaufte wie kein Modell zuvor. Dagegen liefen die Verkäufe des Tablet-Computers iPad und der Mac-Rechner durchwachsen.

Insgesamt konnte Apple den Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr, das im September endete, um 9 Prozent auf 170,9 Milliarden Dollar steigern. Der Gewinn schrumpfte jedoch gleichzeitig um 11 Prozent auf 37,0 Milliarden Dollar. Ein Grund war eine stärkere Konkurrenz, etwa durch Samsung. Im Vorjahr hatte Apple noch das beste Ergebnis seiner Firmengeschichte eingefahren.

Cook steht seit gut zwei Jahren an der Spitze von Apple. Zu seinem Amtsantritt hatte er ein gigantisches Aktienpaket erhalten und damit für das Geschäftsjahr 2011 insgesamt ein Gehalt von 378 Millionen Dollar eingestrichen.

Der Apfel-Konzern will sich unterdessen vom streitlustigen Großinvestor Carl Icahn nicht zu einem noch größeren Aktienrückkauf drängen lassen. Der Verwaltungsrat des kalifornischen iPhone-Herstellers empfahl den Aktionären am Freitag in einer Börsenmitteilung, auf der anstehenden Hauptversammlung gegen einen entsprechenden Vorschlag Icahns zu stimmen. Icahn verlangt, dass das Management im laufenden Geschäftsjahr Anteilsscheine im Wert von mindestens 50 Milliarden Dollar (36,4 Mrd Euro) zurückkauft.

Apple hat im vergangenen Geschäftsjahr eigene Aktien im Wert von 23 Milliarden Dollar erworben. Insgesamt will Apple bis 2015 rund 100 Milliarden Dollar an die Anteilseigner ausschütten - neben dem laufenden Aktienrückkauf auch über Dividenden. Der milliardenschwere Großaktionär Icahn trommelt jedoch seit Monaten lautstark immer wieder dafür, dass noch mehr Geld fließt.

Apple-Chef Tim Cook hatte sich zwischenzeitlich schon mit Icahn getroffen, um über dessen Forderungen zu reden. Cook steht unter Druck, weil der Aktienkurs ein Fünftel unter dem Allzeithoch notiert. Ein Rückkauf treibt gewöhnlich den Preis. Allerdings fehlt Cook derzeit das Geld. Denn der Großteil der durchaus vorhandenen Apple-Milliarden liegt im Ausland. Holt Cook das Geld in die USA, muss er zunächst hohe Steuern darauf entrichten.

(dpa)