Andreas Pinkwart reist ins Silicon Valley

Digitalwirtschaft: Pinkwart: NRW kann noch viel vom Silicon Valley lernen

Der NRW-Wirtschaftsminister kündigt in den USA einen Wettbewerb der Unis um „Exzellenz-Start-up-Center“ an.

Als Andreas Pinkwart den Blick über die Skyline von San Francisco schweifen lässt, stockt er bei einem hell erleuchteten Wolkenkratzer. „Den gab es bei meinem letzten Besuch noch nicht“, sagt der NRW-Wirtschaftsminister. Das Gebäude wurde erst vor einigen Monaten eröffnet. Es ist die Firmenzentrale von Salesforce, einem knapp 20 Jahre alten Software-Hersteller, der es vom Start-up zum Milliarden-Konzern gebracht hat - und nun in San Franciscos höchstem Gebäude residiert.

Es sind solche Beispiele, wegen denen der Minister hier ist. Vier Tage weilt er mit einer Wirtschaftsdelegation in den USA, um sich vom dortigen Gründergeist inspirieren zu lassen. „Gerade im Bereich der Start-ups können wir viel lernen, weil das Silicon Valley hier einen jahrzehntelangen Vorsprung hat“, ist Pinkwart überzeugt. Gleichzeitig gebe es jedoch auch vieles, was man einbringen könnte, etwa im Bereich Industrie 4.0. Damit ist die Digitalisierung der Industrie gemeint, nachdem sich viele Unternehmen zunächst auf das Geschäft mit Konsumenten konzentriert hatten – und zu Weltkonzernen wurden, wie Teilnehmer der Reise etwa bei einem Besuch bei Google feststellen konnten.

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Um den Rückstand von NRW auf Silicon Valley zu verkleinern, will Pinkwart hiesige Hochschulen zu Leuchtürmen im Gründungsgeschehen werden lassen. So kündigte er es jedenfalls bei einem Besuch der Universität Stanford an, die als Vorbild gelten kann. Immerhin gingen aus ihr Unternehmen wie Google hervor.

Pinkwart lobte deshalb einen Wettbewerb aus, bei dem sich Universitäten noch bis zum 30. November mit Konzepten für sogenannte „Exzellenz-Start-up-Center“ bewerben können. Sieben Universitäten sollen anschließend über einen Zeitraum von fünf Jahren eine Förderung von insgesamt 150 Millionen Euro erhalten. „Der Besuch der Elite-Universität Stanford zeigt, wie wichtig es ist, aus der Forschung kommenden Gründungen ein hochprofessionelles Umfeld zu bieten“, so der NRW-Ministert, „nur so können innovative Ideen schnell marktreif werden und die Wirtschaft voranbringen.“