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Aktie um 14 Prozent eingebrochen: Amazon verzeichnet kräftiges Gewinnminus

Aktie um 14 Prozent eingebrochen : Amazon verzeichnet kräftiges Gewinnminus

Der weltgrößte Internethändler Amazon hat Investoren mit einem Gewinnrückgang um 73 Prozent verschreckt. Das Unternehmen begründete das Minus am Dienstag nach Börsenschluss unter anderem mit Investitionen in einen neuen Tablet-PC. Der Nettogewinn betrug im dritten Quartal 63 Millionen Dollar und war damit deutlich niedriger als von Analysten erwartet. Nachbörslich brach die Aktie um 14 Prozent ein.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz um 44 Prozent auf 10,88 Milliarden Dollar - erwartet wurden durchschnittlich 10,95 Milliarden Dollar. Analysten zeigten sich von den Zahlen enttäuscht.

"Es ist nicht schwer, Produkte zu verkaufen, wenn man daran nichts verdient", sagte Colin Gillis von BGC Partners unter Hinweis auf eine Marge von einem Prozent.

Ken Sena von Evercore Partners verwies darauf, dass Amazon in verschiedenen Bereichen Geld investiere. "Das zeigt sich an den Zahlen." Anleger wollten aber Zeichen sehen, dass sich die Investitionen auszahlten.

Amazon hatte im September den neuen Tablet-PC Kindle Fire vorgestellt, mit dem das Unternehmen vom schnell wachsenden Markt profitieren will, der bislang von Apple beherrscht wird. Günstigere Geräte haben meist das Betriebssystem Android von Google und werden von Firmen wie Samsung Electronics , Motorola Mobility oder HTC hergestellt.

Der Kindle Fire wird in den USA für 199 Dollar verkauft. Nach Erkenntnissen der Marktforscher von IHS iSuppli kostet es in der Herstellung aber fast 210 Dollar. Experten gehen davon aus, dass Amazon einen Verlust in Kauf nimmt, um mit dem Gerät Produkte wie Musik oder Videos aus seinem Internetladen zu verkaufen - so wie Hersteller hochwertiger Rasierer nur Geld mit dem Verkauf von Klingen verdienen.

(RTR/RPO)