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Umsatz steigt geringer als erwartet: Amazon verbucht deutlichen Gewinneinbruch

Umsatz steigt geringer als erwartet : Amazon verbucht deutlichen Gewinneinbruch

Amazon ist und bleibt der weltgrößte Onlinehändler. Doch der Konzern will noch höher hinaus. Bei seinem Wachstumsdrang nimmt Gründer und Firmenchef Jeff Bezos hohe Kosten in Kauf. Das rächt sich. Im vierten Quartal hat das Online-Versandhaus einen deutlichen Gewinneinbruch verbucht.

Höhere Betriebskosten drückten den Nettogewinn auf 177 Millionen Dollar (135 Millionen Euro) oder 38 Cent je Aktie. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Ergebnis von 416 Millionen Dollar oder 91 Cent je Aktie ausgewiesen worden.

Der Umsatz legte um 35 Prozent auf 17,4 Milliarden Dollar zu. Das lag unter den Erwartungen der Analysten von 18,3 Milliarden Dollar. Für das laufende Quartal rechnet Amazon mit einem Umsatz von 12 bis 13,4 Milliarden Dollar.

Der Analyst Mark Mahaney von Citi Investment Research bezeichnete das Amazon-Ergebnis als überraschend. Einbußen beim Gewinn seien erwartet worden. Angesichts der zuletzt positiven Verkaufszahlen des Onlinehandels sei der Umsatz aber geringer ausgefallen als vermutet.

Für das Gesamtjahr 2011 lag der Gewinn den Angaben zufolge bei 631 Millionen Dollar (480 Millionen Euro) - und damit deutlich unter den 1,15 Milliarden Dollar (874 Millionen Euro) im Jahr zuvor. Der Umsatz hingegen stieg von 34,2 Milliarden Dollar (26 Milliarden Euro) auf 48,1 Milliarden Dollar (36,6 Milliarden Euro).

Die Verkaufszahlen für den Kindle hätten sich gegenüber dem vierten Quartal 2010 verdreifacht, teilte Amazon mit. Der Tablet-PC, der insbesondere den Absatz digitaler Bücher fördern soll, war nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Jeff Bezos sowohl in Europa als auch in den USA das meist verkaufte Produkt des Unternehmens.

(APD/afp/dpa/sap)