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"Octocopter" soll binnen 30 Minuten liefern: Amazon arbeitet an Zustellung mit Mini-Drohnen

"Octocopter" soll binnen 30 Minuten liefern : Amazon arbeitet an Zustellung mit Mini-Drohnen

Der Online-Händler Amazon will in einigen Jahren Bestellungen mit automatischen Mini-Drohnen ausliefern. In einem Video auf Youtube zeigt der Konzern, wie sich eine solche Zustellung abspielen könnte. Amazon arbeitet nach Angaben von Gründer Jeff Bezos an eigenen Fluggeräten.

Der Online-Händler Amazon will in einigen Jahren Bestellungen mit automatischen Mini-Drohnen ausliefern. In einem Video auf Youtube zeigt der Konzern, wie sich eine solche Zustellung abspielen könnte. Amazon arbeitet nach Angaben von Gründer Jeff Bezos an eigenen Fluggeräten.

Das US-Internetkaufhaus Amazon könnte seinen Kunden nach eigenen Angaben schon bald Bestellungen mit Hilfe von Helikopter-Drohnen ausliefern. Ein Video zeigt kleine Flugroboter, die in den Auslieferzentren des Unternehmens Pakete in gelben Behältern aufsammeln und diese eine halben Stunde nach Bestellung bei den Kunden abliefern. "Ich weiß, das sieht nach Science-Fiction aus", sagte Amazon-Chef Jeff Bezos dem US-Fernsehsender CBS am Sonntag. "Das ist es aber nicht."

Das Helikopter-Drohnen-System muss demnach noch Sicherheitstests durchlaufen und braucht die Genehmigung von US-Bundesbehörden. Jedoch könne Amazon seinen Express-Lieferservice "Prime Air" schon in vier oder fünf Jahren anbieten, sagte Unternehmenschef Bezos. "Wir können damit Objekte transportieren, die bis zu fünf Pfund wiegen (rund 2,3 Kilogramm), was 86 Prozent des Warensortiments abdeckt, das wir ausliefern." Auch sei es umweltfreundlicher, die Waren anstelle von Lastwagen mit Helikopter-Drohnen ausliefern zu lassen.

Die Helikopter-Drohnen werden von Elektromotoren getrieben und haben nach Angaben des Unternehmens eine Reichweite von zehn Meilen (rund 16 Kilometer). In städtischen Regionen kann damit ein großer Teil der Bevölkerung erreicht werden. Zu den Lieferadressen finden die Drohnen per Satelliten-Navigation über das Positionsbestimmungssystem GPS.

Amazon erklärte, die "Octocopter" - der Name kommt von den acht Rotoren der Drohnen - könnten die Arbeit aufnehmen, "sobald die notwendigen Bestimmungen erlassen sind". Die US-Flugsicherheitsbehörde FAA arbeite aktiv an entsprechenden Regularien für den Einsatz unbemannter Fluggeräte.

Auf seiner Internetseite äußerte sich Amazon zum Start des Helikopter-Dienstes optimistischer als Firmenchef Bezos. Die FAA könnte demnach schon 2015 entsprechende Regularien erlassen. Die Flugdrohnen von Prime Air sollen zu diesem Zeitpunkt nach Angaben des Unternehmens schon startklar sein.

Amazon-Chef Bezos sagte, eine der Motivationen zur Einführung des Systems sei es, die führende Position des Konzerns im Einzelhandel abzusichern. "Unternehmen haben kurze Lebensspannen. Amazon wird eines Tages auseinanderbrechen", sagte Bezos. "Ich wünsche mir, dass dies nach meinem Tod geschieht."

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Im Internet stieß die Ankündigung des "Octocopters" neben Begeisterung auch auf Skepsis. Einige Kommentatoren fragten sich, wie eine solche Luftzustellung in dicht besiedelten Gegenden funktionieren würde. In dem Amazon-Video landet die Drohne vor einem alleinstehenden Haus.

(afp/dpa)