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Aldi will 35.000 Jobs in Großbritannien schaffen

Expansion : Aldi will 35.000 Jobs in Großbritannien schaffen

Aldi erobert Großbritannien im Eiltempo: Das Unternehmen kündigte am Montag an, die Zahl seiner Filialen in acht Jahren verdoppeln zu wollen. Premierminister David Cameron kann sich über 35.000 neue Jobs freuen.

Cameron und Finanzminister George Osborne, zu Besuch am Sitz von Aldi im Ort Atherstone in Warwickshire, begrüßten die Pläne.

Aldi wie auch Konkurrent Lidl sind in Großbritannien schon sehr erfolgreich. Die Discounter haben den etablierten Supermarktketten wie Tesco, Morrisons und Sainsbury's mit ihren niedrigen Preisen große Marktanteile abgejagt. Tesco und Sainsbury's beklagten in den vergangenen Monaten rückläufige Umsätze. Tesco meldete für das erste Quartal sogar die schlechtesten Zahlen seit vier Jahrzehnten.

Aldi erklärte am Montag, das Unternehmen werde bis 2022 insgesamt 600 Millionen Pfund (764 Millionen Euro) investieren. 550 neue Filialen werde der Discounter eröffnen, so dass die Zahl in acht Jahren bei über tausend liegen werde, kündigte Aldi an. Auch die Zahl der Beschäftigten werde sich verdoppeln. Eingestellt werden sollen Verkäuferinnen und Verkäufer, aber auch Manager am Hauptsitz und in den regionalen Verteilzentren.

Cameron sagte, die Pläne seien ein "Zeichen des Vertrauens" in die britische Wirtschaftspolitik. Die Regierung wolle Arbeit schaffen und "eine strahlendere Zukunft für Großbritannien sichern".

Weltweit gibt es knapp 10.000 Aldi-Filialen. In Deutschland sind es mehr als 4230 - mehr als 1830 Aldi-Süd-Geschäfte und mehr als 2400 Aldi-Nord-Geschäfte nach Angaben der beiden familiär verbundenen Unternehmen.

Aldi Nord ist in den Niederlanden, Belgien, Dänemark, Frankreich, Luxemburg, Spanien, Portugal und Polen aktiv. Aldi Süd in Österreich, den USA, Großbritannien, Irland, Australien, der Schweiz, Slowenien und Ungarn.

(AFP)