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Schlechte Nachrichten aus China: Aktienmarkt weitet Verluste aus

Schlechte Nachrichten aus China : Aktienmarkt weitet Verluste aus

Frankfurt/Main (RPO). Der deutsche Aktienmarkt hat seine Verluste aus dem frühen Handel bis zum Montagmittag ausgeweitet. Schuld an der schlechten Stimmung sind laut Händlern die Zinserhöhung der chinesischen Notenbank und die Nachricht, dass die Zahl der Neuzulassungen in Peking im kommenden Jahr deutlich reduziert werden soll.

Letzteres sorgte für massive Kurseinbrüche bei den Autowerten. Wichtige Konjunkturdaten stehen nicht auf der Agenda. Insgesamt dürfte das Geschäft daher ruhig verlaufen. Viele Investoren sind zwischen den Feiertagen nicht aktiv. Das Nachweihnachtsgeschäft dürfte von dünnen Umsätzen geprägt sein und - vor allem in der zweiten Reihe - von Window-Dressing, einem Versuch der Anleger, in den letzten Tagen des Jahres die Entwicklung ihrer Portfolios noch einmal aufzuhübschen, indem die bisherigen Jahresfavoriten gekauft werden.

Der Leitindex DAX fiel bis 13.10 Uhr um 1,4 Prozent auf 6,955 Punkte. Der MDAX verlor 1,0 Prozent auf 10.040 Zähler, und der TecDAX sank um 1,1 Prozent auf 842 Punkte.

Euro wird stabiler

Der Euro präsentierte sich am Mittag etwas fester und stieg auf 1,3161 Dollar. Händler nannten als übergeordnetes Thema die Zinserhöhung in China. Ansonsten sei der Handel geprägt von Positionsanpassungen zum Jahresende. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Freitag einen Referenzkurs von 1,3099 Dollar festgestellt.

Im DAX verloren Volkswagen 5,5 Prozent auf 121,00. BMW fielen um 4,8 Prozent auf 60,24 Euro. Daimler büßten 4,5 Prozent auf 51,66 Euro ein. Mit Infineon, MAN und adidas verloren drei Werte jeweils knapp zwei Prozent. Am Mittag lagen alle 30 DAX-Werte im Minus. Die geringsten Verluste verzeichneten K+S mit einem Minus von 0,1 Prozent auf 56,43 Euro.

Im MDAX führten Continental die Verlierer an und ermäßigten sich um 5,0 Prozent auf 58,41 Euro. ElringKlinger und Leoni verloren jeweils 4,0 Prozent auf 32,83 beziehungsweise 25,50 Euro. Drei Werte stemmten sich gegen den Trend. Sie wurden angeführt von Vossloh, die sich um 0,7 Prozent auf 94,20 Euro verteuerten. Die anderen beiden Aktien waren EADS und Gerresheimer.

Im TecDAX verloren Q-Cells 3,6 Prozent auf 2,52 Euro. Drägerwerk gaben 3,0 Prozent auf 63,10 Euro nach. Dagegen legten QSC 2,8 Prozent auf 3,22 Euro zu. Singulus verteuerten sich um 2,7 Prozent auf 3,89 Euro. Konzernchef Stefan Rinck sagte dem "Handelsblatt" (Montagausgabe), das Unternehmen wolle 2011 wieder schwarze Zahlen schreiben.

(DDP)