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Airbus S. A. S.: Airbus steigert Nettogewinn 2013 um 22 Prozent

Airbus S. A. S. : Airbus steigert Nettogewinn 2013 um 22 Prozent

Der europäische Flugzeughersteller Airbus hat seinen Nettogewinn im vergangenen Jahr um 22 Prozent gesteigert. Wegen vieler Auslieferungen konnte Airbus den Umsatz um fünf Prozent auf 59,3 Milliarden Euro steigern.

Zugpferd des Konzerns ist vor allem der zivile Flugzeugbauer Airbus, der im vergangenen Jahr einen neuen Auftragsrekord verbuchen konnte. Mit 1503 Bestellungen hatte das Unternehmen seinen US-Konkurrenten Boeing klar abgehängt. Airbus will nun angesichts der anhaltend hohen Nachfrage nach seinem Kassenschlager, dem Mittelstreckenflugzeug A320, ab 2016 künftig 46 statt bisher 42 dieser Maschinen pro Monat bauen.

Auch für die Rüstungs- und Raumfahrtsparte verlief das vergangene Jahr erfolgreich. Die Bestellungen legten nach Angaben des Konzerns um 28 Prozent zu, der Umsatz um sieben Prozent auf 14,4 Milliarden Euro. Konzernchef Tom Enders zeigte sich allerdings wenig optimistisch, was die Zukunft des europäischen Kampfflugzeugs Eurofighter anbelangt: "Wir müssen uns auch auf ein Szenario vorbereiten, bei dem wegen ausbleibender Bestellungen für den Export wir bald die Produktion verringern müssen."

Zuletzt hatte Deutschland vergangene Woche die Lieferung der letzten Tranche von 37 vorgesehenen Eurofightern abgesagt. Airbus-Group-Finanzdirektor Harald Wilhelm widersprach zwar Berichten, wonach der Konzern bereits formell Schadenersatz in Berlin verlangt habe. Er fügte jedoch hinzu: "Die Verträge müssen eingehalten werden." Das Eurofighter-Programm war in den 1990er Jahren von Deutschland, Großbritannien, Spanien und Italien gestartet worden.

Beim Militär-Transporter A400M, bei dem es jahrelange Lieferverzögerungen wegen technischer Probleme und unterschiedlicher Wünsche der beteiligten Staaten gegeben hatte, warf Konzernchef Enders der Türkei ein nicht hinnehmbares "Geschacher" vor. Die Türkei weigert sich seit Dezember, ein vorgesehenes Flugzeug aus dem Programm abzunehmen. Enders bat hier die anderen an dem A400M beteiligten Länder, darunter Deutschland, um Unterstützung.

Anfang Dezember hatte der Konzern, der seit dem Jahreswechsel nach seiner gewinnträchtigen Flugzeugsparte Airbus heißt, den Abbau von europaweit 5800 Stellen in seiner Rüstungssparte angekündigt. Zu der neuen Rüstungs- und Raumfahrtsparte Airbus Defence and Space wurden die bisherige Verteidigungsabteilung Cassidian, die Raumfahrtabteilung Astrium und Airbus Military zusammengelegt. Die Flugzeugsparte des Unternehmens hat ihre schmerzhafte Umstrukturierung schon hinter sich: Seit 2007 wurden dort fast 8000 Stellen abgebaut.

(AFP)