Air Berlin: Bundeskredit kann durch die Verkäufe zurückgezahlt werden

150 Millionen Euro: Bundeskredit kann laut Air Berlin zurückgezahlt werden

Nach der Insolvenz tritt die Fluggesellschaft Air Berlin Befürchtungen entgegen, sie könne einen 150-Millionen-Euro-Kredit des Bundes nicht zurückzahlen. Durch die Verkäufe an Lufthansa und Easyjet sei man zuversichtlich, das Geld zurückzahlen zu können, sagte ein Unternehmenssprecher.

"Wir haben gute Verkaufserlöse erzielt", sagte Sprecher Heinz-Joachim Schöttes am Freitag. "Wir gehen deshalb derzeit davon aus, den Überbrückungskredit an die KfW zurückzahlen zu können."

Lufthansa und Easyjet haben sich den Großteil Air Berlins gesichert. Lufthansa überweist 210 Millionen Euro, Easyjet 40 Millionen Euro. Damit das Geld fließen kann, muss jedoch die EU-Kommission dem Verkauf zustimmen. Lufthansa rechnet damit im Dezember.

Bundeskredit sei vorrangig zurückzuzahlen

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Mit dem Kredit durch die staatliche Förderbank KfW hatte der Bund Mitte August verhindert, dass die Maschinen von Air Berlin nach dem Insolvenzantrag am Boden bleiben müssen. Damit wurde der Verkauf gesichert.

Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am Mittwoch hatte der Sachwalter der Air-Berlin-Gläubiger, Lucas Flöther, erklärt, es drohe die Masseunzulänglichkeit: Die Masse des Unternehmens reiche voraussichtlich nicht aus, um bestehende Verbindlichkeiten zu erfüllen, die über die Kosten des Insolvenzverfahrens hinausgingen.

Das Bundeswirtschaftsministerium erklärte daraufhin, es erwarte weiterhin, dass der 150-Millionen-Euro-Kredit des Bundes zurückgezahlt wird. Es handelt sich dabei um einen Massekredit, der nach dem Insolvenzantrag gewährt wurde und daher vorrangig zurückzuzahlen ist.

(ate/dpa)