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Gerichtsurteil für Sportartikelhersteller: Adidas siegt im Schuh-Streit gegen Nike

Gerichtsurteil für Sportartikelhersteller : Adidas siegt im Schuh-Streit gegen Nike

Der weltweit größte Sportartikelhersteller Nike hat versucht, seinem ärgsten Konkurrenten Adidas ein bestimmtes Produktionsverfahren bei Schuhen verbieten zu lassen. Doch die Franken wehrten sich vor Gericht erfolgreich gegen die angebliche Patentrechtsverletzung.

Der Sportartikelhersteller Adidas hat im Streit um Patentrechtsverletzungen bei Schuhen einen Sieg gegen den Konkurrenten Nike errungen. Das Landgericht Nürnberg-Fürth hob am Mittwoch eine einstweilige Verfügung gegen Adidas auf, mit der die US-Amerikaner den Franken die Produktion und den Verkauf eines bestimmten Laufschuhs untersagt hatten. Nike habe keine Patentverletzung glaubhaft machen können, begründete das Gericht die Entscheidung. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig, Nike kann dagegen Berufung einlegen.

Bei dem Streit der beiden größten Sportartikelhersteller der Welt geht es um eine besondere Technik bei der Produktion von Laufschuhen.
Adidas hatte zu Olympia den "adizero primeknit" vorgestellt, bei dem das Obermaterial nicht mehr wie üblich zusammengeklebt, sondern aus einem einzigen Stück hergestellt ist.

Darin sah Nike eine Verletzung eines Patents aus dem Jahr 2002, auf dessen Grundlage der Branchenführer erst im Frühjahr die "Flyknit Footwear Technologie" vorgestellt hatte. Per einstweiliger Verfügung versuchten die US-Amerikaner deshalb, die Produktion und Vermarktung des Konkurrenzprodukts zu verhindern. Das Nürnberger Landgericht ließ sich jedoch von der angeblichen Patentverletzung nicht überzeugen, zumal Adidas in der Zwischenzeit auch eine Nichtigkeitsklage gegen das Patent selbst erhoben hat.

(dpa)