Deutsche-Bank-Chef: Ackermann vervielfacht Gehalt

Deutsche-Bank-Chef: Ackermann vervielfacht Gehalt

Frankfurt (RPO). Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat einem Zeitungsbericht zufolge sein Gehalt 2009 vervielfacht. Im Vergleich zu früheren Jahren verdienen viele Dax-Chefs allerdings teilweise deutlich schlechter.

Wie die "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" berichtet, erreicht Josef Ackermann aber nicht die Höhe aus Zeiten vor der Krise. Ackermann werde sich trotz eines Milliardengewinns mit einem einstelligen Millionengehalt zufrieden geben müssen. Vor der Finanzkrise wurde Ackermann mit bis zu 14 Millionen Euro entlohnt, für 2008 erhielt er ein Grundgehalt von 1,4 Millionen Euro. Am kommenden Dienstag wird die Deutsche Bank die Vorstandsgehälter für 2009 veröffentlichen.

Spitzenverdiener unter den Dax-Vorständen ist laut der Zeitung RWE-Chef Jürgen Großmann. 2008 hatte Ackermann auf seinen Bonus verichtet, was Commerzbank-Chef Martin Blessing höhnisch kommentierte: "Worauf verzichten, wenn es nichts zu verteilen gibt?". Blessing liegt weiter am unteren Ende der Gehaltsliste von Dax-Vorständen. Seine Bezüge sind auf 500.000 Euro gedeckelt. Die Commerzbank hatte staatliche Hilfen in Anspruch genommen und gehört zu 25 Prozent dem Steuerzahler.

  • Was Dax-Vorstände 2009 verdienten

Tendenziell seien die Gehälter der 30 Dax-Chefs niedriger als zu besseren Zeiten, schreibt die "FAS". So beziehe beispielsweise BASF-Chef Jürgen Hambrecht in diesem Jahr 3,4 Millionen Euro statt 4,4 Millionen Euro 2008. Das Gehalt von VW-Chef Martin Winterkorn habe sich von 13 auf knapp 6,6 Millionen Eur halbiert. Das außergewhnliche hohe Gehalt 2008 war in den Kapriolen der VW-Aktie in diesem Jahr begründet.

(DDP/sdr)