Abgas-Affäre: Audi-Gewinn schrumpft 2015 um sechs Prozent

Abgas-Affäre: Audi-Gewinn schrumpft 2015 um sechs Prozent

Die VW -Tochter Audi hat 2015 wegen der Abgas-Affäre weniger Gewinn eingefahren. Das operative Ergebnis sackte im Vergleich zum Vorjahr um 6,1 Prozent auf 4,836 Milliarden Euro ab.

Das teilte der Ingolstädter Autobauer am Donnerstag mit. Allein aus dem Diesel-Skandal fielen Kosten in Höhe von 228 Millionen Euro an - für technische Lösungen für die per Software manipulierten Motoren, für Rechtsstreitigkeiten oder für die Besänftigung verärgerter Kunden und Händler. Zudem stellte Audi für den Rückruf von Fahrzeugen mit einem möglichen Airbag-Defekt in Nordamerika 70 Millionen Euro zurück.

Der Umsatz kletterte dank eines Rekordabsatzes von 1,8 Millionen verkauften Pkw um 8,6 Prozent auf 58,42 Milliarden Euro. Damit lag die operative Rendite bei 8,3 Prozent - deutlich weniger als die 9,6 Prozent aus dem Vorjahr und auch weit hinter Konkurrent Daimler, der 2015 in seinem Pkw-Geschäft 10,0 Prozent Marge erzielte. Premium-Platzhirsch BMW hat noch keine Zahlen für das vergangene Jahr vorgelegt.

  • Abgas-Skandal bei VW : Audi gibt Einsatz von illegaler Schummel-Software zu

Für 2016 kündigte Audi an, wieder eine operative Rendite im Zielkorridor zwischen acht und zehn Prozent erreichen zu wollen. Der Absatz soll moderat steigen, dies entspricht üblicherweise einem Zuwachs im mittleren einstelligen Prozentbereich.

(felt/REU)