1. Wirtschaft
  2. Unternehmen

Live-Ticker zum Ausstand der Flugbegleiter: 43.000 Passagiere betroffen

Live-Ticker zum Ausstand der Flugbegleiter : 43.000 Passagiere betroffen

Die Lufthansa-Flugbegleiter haben ihren Streik am Dienstag ausgeweitet. Bis zum Nachmittag wurde in Berlin-Tegel und am Flughafen Frankfurt/Main gestreikt. In München sollte der Ausstand noch bis in die Nacht dauern. Viele Flüge mussten gestrichen werden, auch Verbindungen von und nach Düsseldorf waren betroffen.

Die Lufthansa strich hunderte Flüge und bot kostenlose Umbuchungen an. Passagiere mussten sich auf Verspätungen einstellen. Auch nach Abschluss des Streiks seien Einschränkungen im Flugbetrieb zu erwarten, teilte die Airline mit. Es ist der zweite Ausstand innerhalb weniger Tage, mit dem die Gewerkschaft ihre Forderungen in dem völlig verhärteten Tarifstreit durchsetzen will. Der Tag im Ticker.

Weitere Informationen zu den gestrichenen Flügen gibt es bei der Lufthansa.

+++ 19.19 Uhr +++ Von dem Streik am Freitag sollen die Flughäfen Frankfurt am Main, Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart und München betroffen sein.

+++ 18.34 Uhr +++ Die Gewerkschaft konkretisiert ihre Drohungen: Am Freitag soll für 24 Stunden flächendeckend gestreikt werden. Sollte die Fluggesellschaft um Schlichtungsgespräche ohne Vorbedingungen bitten, würde der Ausstand der Stewardessen und Stewards vermutlich abgesagt, erklärte Ufo. Die Gewerkschaft sei bereit zu Gesprächen ohne Vorbedingungen. Für Mittwoch und Donnerstag schloss Ufo Arbeitskampfmaßnahmen aus.

+++ 17.18 Uhr +++ Durch den Streik sind auch am Düsseldorfer Flughafen am Dienstag Flüge ausgefallen. Das sagte eine Airportsprecherin auf Anfrage. Betroffen seien Reisende nach Berlin, München, Frankfurt und Mallorca. Die 18 Flüge fielen aus, obwohl am Standort Düsseldorf nicht gestreikt wurde. Durch den Umlauf der Maschinen standen die Jets dort aber nicht rechtzeitig zur Verfügung.

+++ 16.48 Uhr +++ Ein bundwesweiter Steik scheint nicht mehr ausgeschlossen. "Wir werden heute am frühen Abend ankündigen, wann es flächendeckende Streiks geben wird", sagte Ufo-Chef Nicoley Baublies am Dienstag.

+++ 16.21 Uhr +++ Im Einzelnen fielen nach Angaben des Lufthansa-Sprechers am Dienstag in Berlin 15 von 39 Flügen der Lufthansa aus. In Frankfurt waren es 217, darunter 16 Langstreckenflüge, von 370 Verbindungen. Am Freitag, als nur in Frankfurt gestreikt wurde, hatte die Lufthansa 190 Flüge gestrichen, darunter sechs Interkontinentalflüge. In München habe man drei Viertel der 450 planmäßigen Flüge in die Luft bekommen.

  • Hintergrund : Diese Rechte haben Reisende bei einem Flugbegleiter-Streik
  • Ufo lässt offen wie es weitergeht : Streik: Millionenschaden für Lufthansa
  • Fotos : Lufthansa-Flugbegleiter bestreiken Airport Frankfurt

+++ 16.09 Uhr +++ Von dem neuerlichen Flugbegleiterstreik an den Flughäfen Frankfurt, Berlin und München sind mindestens 43.000 Fluggäste der Lufthansa betroffen gewesen. Diese Zahl nannte ein Sprecher des Unternehmens am Dienstagnachmittag in einer ersten Bilanz. Am Freitag, dem ersten Streiktag, waren es 26.000 Passagiere.

+++ 15.49 Uhr +++ In den ersten Stunden des Streiks ist das große Chaos am Münchner Flughafen ausgeblieben. Viele Passagiere konnten dank Umbuchungen dennoch in den Urlaub fliegen.

+++ 15.19 Uhr +++ Ein baldiges Ende im Tarifstreit ist nicht in Sicht. Er könne auf Arbeitgeberseite "keinerlei Anzeichen für ein Einlenken erkennen", sagte der Verhandlungsführer der Unabhängigen Flugbegleiter-Organisation (UFO), Dirk Vogelsang, der Nachrichtenagentur AFP. "Im Moment sieht es sehr, sehr schwierig aus", der Ton werde schärfer.

+++ 14.56 Uhr +++ Laut Flughafenbetreiber Fraport wurden wegen der zweiten Streikwelle am größten deutschen Flughafen rund 250 Starts und Landungen gestrichen. Anders als in der vergangenen Woche lief das Drehkreuz nicht zu. Die rund 180 Parkpositionen seien optimal genutzt worden, erklärte ein Fraport-Sprecher. Auch in den Terminals sei weniger los gewesen als am Freitag. Lufthansa hatte nach den Erfahrungen vom Freitag einige Interkontinentalflüge abgesagt, die sonst am Dienstagmorgen nach Frankfurt reingekommen wären.

+++ 14.52 Uhr +++ Auch in Frankfurt ist der Streik beendet. In München soll dagegen noch bis in die Nacht gestreikt werden.

+++ 14.23 Uhr +++ Die Lufthansa hat bereits erste Verbindungen für den Mittwoch gestrichen. In Frankfurt und Berlin fielen den Angaben zufolge außerdem rund die Hälfte der in der Streikzeit geplanten Kurz- und Mittelstreckenflüge aus.

+++ 13.40 Uhr +++ Der Streik der Lufthansa-Flugbegleiter auf dem Flughafen Berlin-Tegel ist beendet.

+++ 13.15 Uhr +++ Nach Angaben der Flugbegleitergewerkschaft Ufo waren im Laufe des Tages insgesamt rund 800 Flugbegleiter in München zum Dienst eingeteilt. Die Gewerkschaft rechnete damit, dass sich wie in Frankfurt am Main und Berlin bis zu 85 Prozent der Kollegen am Streik beteiligen. Ufo-Chef Nicoley Baublies sprach von einer "überwältigenden Resonanz" auf den Streikaufruf.

+++ 13.10 Uhr +++ Auf der Internetseite der Ufo finden Passagiere einen Brief, den die Organisation an Kunden der Lufthansa geschrieben hat und diese darin um Entschuldigung bittet: "Möchten Sie persönlich in Zukunft auf einen 11-Stunden-Nachtflug gehen, und dabei das Gefühl haben, dass die neuen "Flugbegleiter-Jobber”, die Ihnen zum Abendessen noch Ihren Drink serviert haben, bei einer Notlandung nicht die richtigen Notausgänge öffnen, weil sie unkonzentriert und übermüdet von zu vielen Einsätzen sind?", heißt es unter Anderem in dem Schreiben.

+++ 13.00 Uhr +++ Jetzt sollen die Flugbegleiter in München ihre Arbeit niederlegen. Zum Auftakt versammelten sich rund 100 Kollegen vor dem Flight-Operation-Center.

+++ 12.51 Uhr +++ Die Lufthansa will nach Angaben eines Sprechers in München von den im Streikzeitraum geplanten 450 Flügen dennoch bis zu dreiviertel fliegen lassen. Oberste Priorität habe dabei die Abwicklung der etwa 20 geplanten Interkontinentalflüge. Zugute kommt der Fluggesellschaft in München, dass dort ungefähr die Hälfte ihres Flugaufkommens von Töchtern wie Germanwings oder Cityline abgewickelt wird, bei denen nicht gestreikt wird.

+++ 12.37 Uhr +++ Wegen des Streiks sind Reisende vermehrt auf Züge umgestiegen. "Wir rechnen mit einigen tausend Fahrgästen mehr", sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn in Berlin. "Bei Bedarf werden wir mehr Züge auf die Reise schicken, bisher reichten die Kapazitäten noch aus."

+++ 12.20 Uhr +++ Schon jetzt ist klar, dass sich die Streiks auch auf die Flugverbindungen morgen auswirken werden. Einige Flüge sind schon jetzt gestrichen.

+++ 11.34 Uhr +++ Die Fluggäste sind am Morgen mit gut 11.000 SMS auf die "Unregelmäßigkeiten" aufmerksam gemacht worden, sagte Lufthansa-Sprecher Ogursky und sprach den Betroffenen das Bedauern des Unternehmens aus. An den bestreikten Flughäfen sei zusätzliches Personal bereitgestellt worden, um die Fluggäste mit Getränken und Snacks zu versorgen.

+++ 11.11 Uhr +++ Wie viele Passagiere insgesamt vom Streik betroffen waren, konnte Lufthansa-Sprecher Boris Ogursky nicht sagen.

+++ 10.41 Uhr +++ Ein paar Infos zum Flughafen Frankfurt: Er ist Deutschlands wichtigstes Drehkreuz für den Luftverkehr und gehört zu den größten Flughäfen weltweit. Im aktuellen Sommerflugplan werden pro Woche 4630 Passagierflüge abgewickelt, angeflogen werden 304 Ziele in 108 Ländern. Hinzu kommen wöchentlich 235 reine Frachtflüge. Wichtigster Kunde ist mit Abstand die Lufthansa, die hier ihr zentrales Drehkreuz betreibt.

+++ 10.36 Uhr +++ Viele der Fluggäste reagieren relativ gelassen: Eine 27-jährige Berlinerin, die über Frankfurt nach Mexiko fliegen wollte, zeigt Verständnis für den Streik. Die Gehälter müssten angepasst werden. Man habe ja früh genug reagieren können, weil man sich einstellen konnte, sagte sie und machte sich selbst Mut: "Der Urlaub kann nur besser werden."

+++ 10.15 Uhr +++ Lufthansamitarbeiter in Berlin machen am Boden das, was Stewardessen sonst in der Luft tun: Sie verteilten Getränke. Andere geben kleine Zettel mit Telefonnummern einer Hotline aus. Dort gibt es die gleichen Auskünfte wie am Service-Schalter, aber ohne Warteschlangen.

+++ 09.46 Uhr +++ Der Ton in der Tarifauseinandersetzung bei der Lufthansa wird rauer: Lufthansa-Sprecher Klaus Walther warf der Gewerkschaft Ufo wegen ihrer neuen Streiktaktik Arroganz vor. "Ich glaube, es ist ziemlich arrogant, was die Gewerkschaftsführung gegenüber unseren Kunden macht. (...) Das richtet sich gegen die Flugpassagiere und ist unerträglich aus Sicht der Kunden", sagte er dem Nachrichtensender n-tv.

+++ 09.24 Uhr +++ Auf den Langstrecken ab Frankfurt gibt es schon "eine ganze Menge Annullierungen", sagt Lufthansa-Sprecher Boris Ogursky.

+++ 08.33 Uhr +++ Die Lufthansa musste die Hälfte aller Kurz- und Mittelstreckenflüge im Streikzeitraum streichen, wie eine Sprecherin des Unternehmens sagte. Auch zahlreiche Langstreckenflüge seien von Streichungen betroffen. "Von weiteren Streichungen im Laufe des Tages müssen wir ausgehen." Frankfurt ist mit 360 Flügen am Tag der wichtigste Flughafen für die Lufthansa.

+++ 08.26 Uhr +++ Der UFO-Vorsitzende Nicoley Baublies warnt im Fernsehsender N24 vor einer flächendeckenden Ausweitung des Flugbegleiterstreiks, sollte die Airline zu keinen Zugeständnissen an die Gewerkschaft bereit sein. "Sollte diese Arroganz beibehalten werden, dann wird es jetzt aufhören mit diesen zeitlich und vor allem örtlich begrenzten Streiks", sagt Baublies. "Dann werden wir in den nächsten Tagen irgendwann sagen, Deutschland steht still von null bis vierundzwanzig Uhr."

+++ 08.19 Uhr +++ Viele Passagiere hatten sich offenbar auf den Ausstand vorbereitet und bereits rechtzeitig umgebucht. In Berlin-Tegel bleiben die Streikauswirkungen bislang gering. Bis zum Mittag wurden elf Flugverbindungen vor allem nach Frankfurt gestrichen. Die UFO rechnet an diesem Standort mit einer geringeren Streikbeteiligung als in Frankfurt, da in Berlin seit dem 3. Juli Leiharbeitskräfte von der Lufthansa beschäftigt werden, die um ihre Arbeitsplätze bangen.

+++ 07.44 Uhr +++ Die neuen Streiks der Flugbegleiter der Lufthansa haben bislang nur geringe Auswirkungen auf die Flughäfen in Nordrhein-Westfalen. In Düsseldorf fallen vier von insgesamt 670 geplanten Flügen aus, wie ein Sprecher des größten nordrhein- westfälischen Airports sagte. Betroffen seien Hin- und Rückflüge nach Berlin sowie nach Frankfurt. Auf dem Flughafen Köln/Bonn sind zwei Flüge von und nach Berlin gestrichen.

+++ 07.32 Uhr +++ In der Aufforderung zum Streik der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation Ufo an das Flugpersonal heißt es: "Wir bedauern es sehr, dass es zu dieser Eskalation kommen musste, jedoch sind die Verhandlungen an einem Punkt angekommen, an dem es zu einem Streik keine Alternative mehr gibt. Jetzt bedarf es eines sehr deutlichen und spürbaren Zeichens für die Zukunft unserer Kabinenarbeitsplätze!"

+++ 07.08 Uhr +++ Die meisten Lufthansa-Flüge in Frankfurt sind annulliert.

+++ 07.02 Uhr +++ Nach Frankfurt und Berlin legen die Flugbegleiter der Lufthansa heute auch in München die Arbeit nieder. Der Ausstand soll dort von 13.00 Uhr bis Mitternacht dauern.

+++ 06.57 Uhr +++ Bis zum Mittag hat die Lufthansa rund 200 Flüge gestrichen, vorwiegend auf Kurz- und Mittelstrecken. Für den gesamten Tag rechnet die Gewerkschaft mit 400 ausgefallenen Flugverbindungen.

+++ 06.00 Uhr +++ Auch das Kabinenpersonal in Frankfurt/Main folgt. Hier soll der Ausstand ebenfalls acht Stunden dauern. Ein Lufthansa-Sprecher sagte, das Unternehmen bedauere, dass erneut die Fluggäste in den Streit hineingezogen würden. Die Airline werde alles daran setzen, die Passagiere so gut wie möglich zu transportieren. Reisende, die ihre Mobilfunknummer oder E-Mail-Adresse hinterlegt hätten, würden nach Möglichkeit per SMS oder E-Mail über Verspätungen, Streichungen und Umbuchungen informiert, teilte Lufthansa mit.

+++ 05.30 Uhr +++ Einige Maschinen verlassen den Flughafen noch und starten.

+++ 05.00 Uhr +++ Am Berliner Flughafen Tegel beginnen die Flugbegleiter nach Angaben eines Sprechers der Gewerkschaft Ufo mit der Arbeitsniederlegung. Der Streik soll acht Stunden dauern. Innerdeutsch reisende Fluggäste, deren Flüge aufgrund des Streiks gestrichen wurden, könnten die Züge der Deutschen Bahn nutzen. Wegen des erhöhten Fahrgastaufkommens könne es aber auch hier zu Einschränkungen kommen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Hier streiken die Flugbegleiter

(REU/dpa/AFP)