1. Wirtschaft
  2. Unternehmen

330 Karstadt-Mitarbeiter bekommen rückwirkend mehr Geld

Tarifverhandlungen gehen im Januar weiter : 330 Karstadt-Mitarbeiter bekommen rückwirkend mehr Geld

Ein kleiner Erfolg: Die Beschäftigten der sechs Karstadt-Filialen, die geschlossen werden sollen, erhalten rückwirkend mehr Geld. Insgesamt geht es für fast 20.000 Menschen es um die berufliche Zukunft.

Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite hätten sich am Mittwoch in den Tarifverhandlungen darauf geeinigt, dass für die rund 330 Mitarbeiter der betroffenen Filialen rückwirkend die jeweiligen regionalen Flächentarifverträge gelten sollten, teilte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit.

"Damit werden die Kolleginnen und Kollegen wieder an die Tarifentwicklung angekoppelt, erhalten ein höheres Entgelt und entsprechend auch Arbeitslosengeld", erklärte Verdi-Verhandlungsführer Arno Peukes. Trotzdem seien die bevorstehenden Filialschließungen und die drohende Arbeitslosigkeit für jeden einzelnen Beschäftigten bitter. Im Zuge der Karstadt-Sanierung werden im kommenden Jahr die Filialen in Hamburg-Billstedt, Stuttgart, Göttingen, Köln, Paderborn und Frankfurt an der Oder geschlossen. Weitere acht bis zehn Filialen stehen auf dem Prüfstand.

Die Tarifverhandlungen sollen Verdi zufolge Anfang nächsten Jahres fortgesetzt werden. Mit den Arbeitgebern sei vereinbart worden, in den nächsten Gesprächsrunden über einen gemeinsamen Zukunftstarifvertrag für alle drei Unternehmensbereiche — Warenhaus, Sports und Premium — zu verhandeln, erklärte die Gewerkschaft.

Verdi will so viele Standorte und Arbeitsplätze wie möglich erhalten und zudem erreichen, dass die Tarifbindung wieder eingeführt wird. Die Geschäftsleitung dagegen will Einsparungen beim Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie eine Verlängerung der Tarifpause über 2015 hinaus erreichen.

(AFP)