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Call-Center-Schließungen, Netzumstellung: 15.000 Telekom-Jobs in Deutschland bedroht

Call-Center-Schließungen, Netzumstellung : 15.000 Telekom-Jobs in Deutschland bedroht

Düsseldorf (RP). Dem Sparzwang der Deutschen Telekom fallen offenbar weit mehr Jobs zum Opfer als bislang bekannt. Ein Verdi-Sprecher sagte gegenüber unserer Redaktion, dass allein durch die Call-Center-Schließungen rund 5000 Stellen in 14 Gemeinden auf der Kippe stehen.

Weitere 10.000 Stellen wackeln nach Schätzungen von Branchenkreisen bei Service- und Netztechnikern, weil der Telefonkonzern sein Netz auf internetbasierte Technik (IP-Technik) umstellt. Somit sind weit weniger Techniker erforderlich, die sich um die Wartung der Netze kümmern müssen.

Ein Konzernsprecher wollte diese Zahlen gestern nicht kommentieren. "Wir beteiligen uns nicht an derartigen Spekulationen." Personalvorstand Thomas Sattelberger deutete gegenüber unserer Zeitung bereits vor einigen Wochen an, dass es Stellenabbau bei Technikern geben wird, "allerdings nicht mehr in diesem Jahrzehnt".

Bei der Neusortierung der CallCenter sollen indes kleine Standorte in große überführt werden. Dazu gehören auch jene in Mönchengladbach und Krefeld mit insgesamt 300 Beschäftigten. Laut Verdi arbeiten an diesen Standorten überwiegend Teilzeitkräfte und Frauen. "Die meisten haben Kinder. Für sie wäre es sehr schwer, zu pendeln”, erklärte ein Sprecher. Für Verdi ist klar, dass die Telekom hier gezielt derartige Strukturen sucht, weil die meisten vermutlich ihren Job aufgeben werden und so der Stellenabbau einfacher werde. Die Telekom wolle "offensichtlich ihren Konfrontationskurs gegenüber der Belegschaft fortsetzen".

Am Donnerstag will das Unternehmen Details zu den Sparplänen bekannt geben.

(RP)