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Gute Absatzentwicklung: 15 Prozent mehr Geld für VW-Vorstände

Gute Absatzentwicklung : 15 Prozent mehr Geld für VW-Vorstände

Hamburg (RPO). Die Bezüge der fünf Vorstandsmitglieder des Autokonzerns Volkswagen sollen einem Medienbericht zufolge um 10 bis 15 Prozent angehoben werden. Der Aufsichtsrat muss den Plänen noch zustimmen.

Hintergrund sei die positive Entwicklung bei Kennziffern wie der weltweiten Absatzentwicklung auf neue Rekordniveaus sowie die deutliche Aufwärtsbewegung beim Aktienkurs des Konzerns, berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf einen bisher vertraulichen Vorschlag.

Nutzfahrzeuge-Betriebsrat will gehen

Der Betriebsratschef von Volkswagen Nutzfahrzeuge, Günter Lenz, will im Zusammenhang mit der VW-Affäre nach seinem Landtagsmandat angeblich auch seine Ämter in dem Autokonzern zurückgeben. Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" berichtete vorab, der 47-Jährige werde seinen Rücktritt am Dienstag auf Betriebsversammlung in Hannover bekannt geben.

Im Zuge der Affäre um Lustreisen und Prostituiertenbesuche wirft die Staatsanwaltschaft Braunschweig Lenz in zwei Fällen Beihilfe zur Untreue vor. Er soll an Feiern von Betriebsräten mit Prostituierten teilgenommen haben, die VW bezahlte.

Der finanzielle Schaden, den die Behörde Lenz dabei zurechnet, beläuft sich dem Blatt zufolge auf 600 Euro. Unbestätigten Berichten zufolge soll der Arbeitnehmervertreter dafür einen Strafbefehl mit einer Geldbuße akzeptiert haben. Das würde das Verfahren gegen ihn beenden. Sollte die Strafe 90 Tagessätze nicht überschreiten, wäre er nicht vorbestraft.

Bereits Mitte Juni hatte Lenz sein Mandat als niedersächsischer SPD-Landtagsabgeordneter auf Druck von Fraktionschef Wolfgang Jüttner zurückgegeben. Seine Ämter bei VW ließ er ruhen und verabschiedete sich in einen unbefristeten Urlaub.

(afp)