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Technische Panne: 1200 NRW-Lotto-Annahmestellen waren offline

Technische Panne : 1200 NRW-Lotto-Annahmestellen waren offline

Wer am Freitag vor dem Start in den Urlaub in Nordrhein-Westfalen noch schnell einen Lotto-Monatsschein in seiner Annahmestelle abgeben wollte, ist unter Umständen nicht zum Zug gekommen. Pünktlich zum Ferienbeginn waren fast ein Drittel aller Lottoannahmestellen in NRW von einer technischen Störung betroffen.

Seit dem Freitagmorgen gab es in fast jeder dritten Annahmestellen in NRW keine Möglichkeit, Lotto zu spielen. Von den insgesamt übers Land verteilten 3650 Annahmestellen waren rund 1200 von einer technischen Störung betroffen. Die Geräte konnten keine ausgefüllten Spielscheine annehmen. Das Problem lag allerdings nicht beim Betreiber WestLotto. Wie der Pressesprecher des Unternehmens, Axel Weber, unserer Redaktion sagte, lief die hauseigene Technik einwandfrei. Der Fehler war demnach bei der Deutschen Telekom zu suchen. Ein Pressesprecher der Telekom bestätigte auf Anfrage die Störung, wollte aber keine Details zu Art und Dauer des Problems geben. Die T-Systems-Tochter Itenos arbeite aber mit Hochdruck an der Lösung der Störung.

Lokal begrenzt waren die Ausfälle übrigens nicht. Sie zogen sich quer durch das ganze Land. Spieler konnten sich daher zu benachbarten Annahmestellen aufmachen - die Chance, dort zum Zug zu kommen, waren recht groß, so Weber.

Probleme am Abend weitestgehend behoben

Am Abend dann waren die schwersten Ausfälle behoben. Von den ursprünglich über tausend betroffenen Annahmestellen hatten gegen 19 Uhr nur noch 30 Probleme. "Nach und nach konnten die gesamten WestLotto-Annahmestellen wieder an das Netz angeschlossen werden", sagte Weber unserer Redaktion. Das Netz sei zu diesem Zeitpunkt wieder stabil und die Annahme von Lotto-Scheinen sei wieder möglich. Insgesamt könne aber noch keine komplette Entwarnung gegeben werden. Man sei aber optimistisch, dass am Samstagmorgen zu den Ladenöffnungszeiten alle Probleme behoben seien.

Übrigens: Alle Spieler, die am Freitag trotz der Probleme spielen konnten, können laut Weber sicher sein, dass ihre Scheine komplett und sicher angenommen worden sind. Und bei denen, die nicht zum Zug kamen, bittet der WestLotto-Sprecher um Entschuldigung: "Wir hoffen, dass alle, die heute nicht spielen konnten, ihre Glückszahlen nun dennoch spielen. Trotzdem bitten wir die Unannehmlichkeiten, die unseren Kunden entstanden sind, zu entschuldigen und hoffen, dass der zweite Gang zur WestLotto-Annahmestelle für unsere Kunden der Gang zum Glück wird."

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Auch Postbank betroffen?

Ein weiteres Leitungsproblem der Deutschen Telekom hat am Freitag übrigens auch die Geldautomaten der Postbank bundesweit lahm gelegt. Das Problem sei am frühen Freitagmorgen aufgetreten, sagte ein Postbanksprecher. Am Abend war noch unklar, wann die Geräte wieder funktionieren. Kunden können aber die Automaten in den Finanzzentren, den Postfilialen, der Cash Group sowie an den Shell-Tankstellen nutzen. Ob diese Störung mit der bei West-Lotto zusammenhängt war unklar.

Übrigens: Den mit 45.382.458 Euro größten Jackpot in der deutschen Lottogeschichte teilten sich am 5. Dezember 2007 drei Spieler aus Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Thüringen. Alle drei hatten die richtigen Gewinnzahlen 9, 10, 24, 28, 39, 42 getippt und die passende Superzahl 3 und erhielten jeweils rund 15 Millionen Euro. Den mit 37.688.291,80 Euro höchsten Einzelgewinn erzielte am 7. Oktober 2006 ein Spieler aus NRW.

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(felt)