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Uber sorgt für neuen Ärger: Taxifahrer sauer auf Daimler

München : Uber sorgt für neuen Ärger: Taxifahrer sauer auf Daimler

Der Gründer und Chef des umstrittenen amerikanischen Fahrdienst-Vermittlers Uber, Travis Kalanick, will trotz des massiven Gegenwinds in Deutschland weitermachen. Zwar müsse Uber wegen vielerorts noch laufender Gerichtsverfahren abwarten, welche Anforderungen der deutsche Gesetzgeber stelle, sagte Kalanick der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Aber wir werden unser Geschäft hier nicht aufgeben."

Kalanick hatte zuletzt versucht, Skeptiker in Europa mit dem Versprechen von 50 000 Jobs zu überzeugen. Uber wolle verstärkt Partnerschaften mit EU-Städten schließen, sagte er. Auch auf die deutschen Behörden will er zugehen. Gemeinsam könne man eine Vision entwickeln, wie Mobilität in Zukunft aussehen könne. Dazu gehört aus Kalanicks Sicht auch, über Gesetzesänderungen nachzudenken. Viele Regelungen seien geschaffen worden, um das Taxi-Gewerbe zu schützen. "Wir wollen uns an die Gesetze halten. Und längerfristig hoffen wir, dass die Gesetze so modernisiert werden, dass wir weiter wachsen können", sagte er. Es müsse einfacher werden, als professioneller Fahrer zu arbeiten.

Inzwischen arbeitet der Münchner Mitfahr-Spezialist Carpooling mit Uber zusammen. Ziel ist, das Portal Mitfahrgelegenheit.de um Angebote für die erste und letzte Meile zu ergänzen. Weil zu dessen Investoren Daimler gehört, ist die Branche sauer: Damit sinke "Daimlers glanzvoller Stern" bei den Taxifahrern, hieß es aus dem Gewerbe.

(dpa)