Düsseldorf: Tipps für den Mietwagen im Urlaub

Düsseldorf : Tipps für den Mietwagen im Urlaub

Kurz vor Ferienbeginn steigen die Preise für Leihautos. Urlauber sollten deshalb jetzt so schnell wie möglich buchen. Dabei sollten sie auf den richtigen Versicherungsschutz achten und vor Ort gründlich prüfen, ob das Auto sicher ist. Besondere Vorsicht ist bei spontanen Buchungen vor Ort gefragt.

In drei Wochen beginnen in NRW die Sommerferien. Wer in seinem Urlaub auf Korsika, an der türkischen Riviera oder in Florida mit einem Mietauto unterwegs sein will, sollte sich beeilen. Denn kurz vor Ferienbeginn steigen die Preise.

"Das allgemeine Preisniveau ist in diesem Jahr zwar etwas niedriger als 2010", sagt Frieder Bechtel vom Internetportal billiger-mietwagen.de, "kurzfristig kann es aber trotzdem sehr teuer werden." Urlauber sollten deshalb so früh wie möglich buchen. "Mit jedem Tag spart man ein wenig Geld", sagt Bechtel. Auch wer noch gar nicht wisse, ob er überhaupt einen Mietwagen brauche oder sich beim Zeitpunkt noch nicht sicher sei, sollte deshalb zugreifen. Denn bei vielen Auto-Vermietungen sei die Stornierung bis zu 24 Stunden vor Mietbeginn kostenlos, so Bechtel.

Neben der Kostenersparnis haben Frühbucher noch weitere Vorteile. "Wer von zu Hause aus bucht, kann Angebote vergleichen und Vertragsfragen auf deutsch klären", sagt Katrin Müllenbach vom ADAC. Am Urlaubsort gebe es hingegen meist nur einen Anbieter. Zudem würden die Verträge oft nur in der jeweiligen Landessprache angeboten. "Generell sollte man nichts unterschreiben, was man nicht versteht", rät Müllenbach.

Egal, ob früh oder spontan gebucht: Urlauber sollten in jedem Fall vor Ort überprüfen, ob das Fahrzeug sicher ist. Funktionieren die Scheinwerfer und die Scheibenwischer? Haben die Reifen noch ausreichend Profil, und sind Gurte vorhanden? "Ist das nicht der Fall, sollten Urlauber das Auto auf keinen Fall mieten", sagt Müllenbach.

Andere kleine Schäden wie Kratzer oder Dellen sollte der Mieter vor Reiseantritt fotografieren und vom Vermieter bestätigen lassen, rät Frank Mauelshagen vom Düsseldorfer Versicherungskonzern Ergo. Generell sei zu empfehlen, alle Absprachen mit dem Vermieter vertraglich festzuhalten. "Schließlich können am Abgabetag ganz andere Ansprechpersonen am Rückgabeschalter stehen", so Mauelshagen.

Eine Stolperfalle gibt es auch bei der Tank-Regelung. Denn obwohl es üblich ist, das Auto vollgetankt zu übernehmen und voll zurückzugeben, setzt sich in den südeuropäischen Ländern immer mehr ein anderes Prinzip durch: Der Mieter übernimmt das Auto voll und gibt es leer zurück. Dabei müssen die Mieter für die erste Tankfüllung eine Pauschale plus Servicegebühr zahlen – und das kann teuer werden. "Die Tankfüllung für einen Fiat kann dann schon mal 74 Euro kosten", sagt Bechtel. Tankreste erstattet der Vermieter in der Regel nicht.

Wichtig ist auch der Versicherungsschutz. Er umfasst im Idealfall eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung und eine Kfz-Haftpflicht. Aber Vorsicht: Bei der Haftpflicht gelten meist nur die Vorschriften des Urlaubslandes – und die entsprechen oft nicht den deutschen Standards. "Wenn dann bei einem Unfall der Schaden die vereinbarte Deckungssumme übersteigt, muss der Urlauber die Differenz selbst zahlen", sagt Versicherungsexperte Mauelshagen. Das kann vor allem bei Personenschäden teuer werden. Deshalb sollte die Kfz-Haftpflicht einen erweiterten Versicherungsschutz enthalten. Falls nicht, kann in Deutschland eine "Mallorca-Police" abgeschlossen werden. Damit gilt der deutsche Haftpflichtschutz in ganz Europa.

(RP)
Mehr von RP ONLINE