Studie zu Schwarzarbeit: Drei Millionen Putzhilfen arbeiten schwarz

Studie des IW Köln: Putzhilfen arbeiten meist schwarz

In deutschen Privathaushalten arbeiten auch nach der Einführung diverser legaler Beschäftigungsmöglichkeiten knapp drei Millionen Haushaltshilfen weiterhin schwarz.

Um die hohe Zahl illegaler Beschäftigungsverhältnisse in Privathaushalten abzubauen, sind immer wieder Neuerungen eingeführt worden. So gibt es schon seit 1999 anmeldepflichtige Mini-Jobs, die für den Arbeitnehmer weitgehend abgaben- und steuerfrei sind. Dafür ist er unfallversichert. Der Arbeitgeber hat eine geringe pauschale Steuer zu entrichten. Für Mini-Jobs in Privathaushalten ermäßigt sich die Einkommensteuer zudem auf Antrag um 20 Prozent der Aufwendungen. Die steuerliche Absetzbarkeit von Ausgaben für Haushaltshilfen wurde generell ausgeweitet.

All das hat immerhin dazu geführt, dass die Zahl der illegal beschäftigten Haushaltshilfen in den vergangenen zehn Jahren um 600.000 bis 800.000 Personen gesunken sei, so das IW. Die Zahl der Haushaltshilfen in Mini-Jobs sei von 2005 bis 2015 um fast 200.000 auf heute 300.000 gestiegen.

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Das sogenannte Haushaltscheck-Verfahren, das die Anmeldung von Haushaltshilfen als Minijobber vereinfacht hat, sowie mehrere Online-Dienstleistungsunternehmen "tragen dazu bei, dass Haushaltshilfen zu einer legalen und sichereren Alternative der Beschäftigung wechseln", so Enste. Allerdings liege der Hauptnachteil der Mini-Jobs darin, "dass durch die Begrenzung auf 450 Euro keine Vollzeitbeschäftigung in diesem Bereich möglich ist".

(mar)