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Streit um Blockade des Suezkanals durch „Ever Given“ beigelegt

Einigung auf Entschädigung : Streit um Blockade des Suezkanals durch „Ever Given“ beigelegt

Sechs Tage blockierte der 400 Meter lange Frachter „Ever Given“ im März den Suezkanal. Im Streit um den Vorfall auf der wichtigen Wasserstraße zwischen Asien und Europa gibt es nun eine Einigung.

Die Suezkanal-Behörde hat sich nach eigenen Angaben mit der Eigentümerfirma des im März havarierten Frachters „Ever Given“ auf eine Zahlung geeinigt. Sie nannte am Sonntag keine Details der Vereinbarung mit dem japanischen Unternehmen Shoei Kisen Kaisha. Die „Ever Given“ hatte im März sechs Tage lang festgesteckt und dadurch den Schiffsverkehr zwischen Europa und Asien blockiert.

Die Kanalbehörde hatte zunächst 916 Millionen Dollar (775 Millionen Euro) verlangt und ihre Forderung später auf 550 Millionen Euro gesenkt. Das Geld soll die Kosten der Bergung, der Verkehrsblockade im Kanal und entgangene Durchfahrtgebühren decken. Der Chef der Behörde, Osama Rabie, sagte im Juni, sie habe sich mit Shoei Kisen Kaisha auf einen Betrag geeinigt, aber Stillschweigen bis zur Vertragsunterzeichnung vereinbart.

Die Vereinbarung werde am Mittwoch in der Stadt Ismaila unterzeichnet werden und am gleichen Tag werde auch das Schiff freigegeben werden, kündigte die Behörde an. Die „Ever Given“ musste laut Behördenanordnung während der Verhandlungen in einem See bleibt, der etwa in der Mitte des Kanals liegt.

Während der Blockade hatten Hunderte Schiffe darauf gewartet, dass der Kanal wieder befahrbar wird. Manche Schiffe nahmen den großen Umweg um den Südzipfel Afrikas.

(lha/dpa)