1. Wirtschaft

Stiftung Warentest: Die besten Kaffeemaschinen mit Pads und Kapseln

Pads und Kapseln : Die besten Geräte für Kaffee auf Knopfdruck

Laut Stiftung Warentest überzeugen vor allem die Kapsel-Kaffeemaschinen. Für Vieltrinker sind auch sie aber keine gute Option, weil sie auf Dauer zu teuer sind und zu viel Müll aufkommt. Modelle mit Kaffeepads schneiden schlecht ab.

Zuhause den perfekten Kaffee auf Knopfdruck zubereiten – das versprechen Anbieter von Maschinen, die mit Kapseln oder Pads funktionieren. Stiftung Warentest hat 13 solcher Geräte unter die Lupe genommen. Alle Modelle brühen Espresso gut, drei von ihnen bereiten einen Café Crema oder einen Lungo sogar sehr gut zu. Doch es gibt Unterschiede zwischen den Modellen: Während Kaffeemaschinen mit Kapseln die Spitze dominieren, liegen die reinen Pad-Kaffeemaschinen ganz am Ende der Rangliste.

Was wurde getestet? Stiftung Warentest prüfte zum Beispiel, wie schnell ein Kaffee zubereitet ist oder wie heiß er aus der Maschine kommt. Bei der Handhabung der Kaffeemaschine standen Dinge wie die Inbetriebnahme, die Einstellungen, die Zubereitung und die Reinigung des Gerätes auf dem Prüfstand. Deutlich geringeren Einfluss auf das Urteil der Tester hatten weitere Parameter wie der Stromverbrauch oder welche Geräusche die Maschine beim Brühen macht. Den Geschmack des Kaffees beurteilten die Tester nicht.

Für wen sind die Geräte zu empfehlen? Stiftung Warentest rät eher Menschen, die wenig oder seltener Kaffee trinken, zum Kauf einer Pad- oder Kapsel-Kaffeemaschine. Das hat zwei Gründe: Zum einen ist die Kombination aus Maschine und Preis pro Portion Kaffee nicht immer günstig. Zum anderen fällt durch die Verwendung von Pads oder Kapseln eine große Menge Abfall an. Laut der Deutschen Umwelthilfe (DUH) landen so deutschlandweit jährlich alleine 3,5 Milliarden Hülsen oder umgerechnet 14.000 Tonnen im Müll.

Wer ist Testsieger? Die beste Maschine im Test ist das Modell Viva Elegante der Firma Cremesso. Sie erhält von der Stiftung Warentest das Qualitätsurteil „gut“ (1,9) und das Prädikat „Preiswerter Allrounder“, weil ihre Kapseln im Vergleich am wenigsten kosten und sie bei der Zubereitung des Kaffees überzeugt. Auch beim Stromverbrauch schneidet sie gut ab. Zudem ist die Maschine sehr leise. Die K-fee One erhält das gleiche Testurteil („gut“, 1,9). Sie überzeugt durch den günstigen Preis und dadurch, dass die Kaffeesorten schnell zubereitet werden.

Wer ist Testverlierer? Am Ende der Rangliste steht die Pad-Kaffeemaschine Zip Lux von Flytek. Das Urteil von Stiftung Warentest lautet „mangelhaft“ (5,5). Sie ist nicht nur die mit Abstand teuerste Maschine, die Tester stellten auch eklatante Sicherheitsmängel fest. Kaffeetrinker könnten sich an dem Auslauf der Maschine verbrennen, weil er zu heiß werde. Gleiches könne passieren, wenn sie das Pad aus der Maschine nehmen würden. Zudem stellte Stiftung Warentest fest, dass das Gerät nach dem Entkalken eine kritische Menge Blei freisetzt.

Wie teuer muss eine gute Kaffeemaschine sein? Die getesteten Geräte kosten zwischen 40 und 380 Euro. Doch eine gute Pad- oder Kapsel-Kaffeemaschine muss nicht teuer sein. „Der Preis einer Maschine ist kein Hinweis auf ihre Qualität“, hält auch Stiftung Warentest fest. Bestes Beispiel ist der klare Testverlierer Flytek Zip Lux, der zeitgleich die teuerste Maschine im Test ist. Die K-fee One hingegen kostet lediglich 54 Euro und liegt im unteren Preissegment.

Andere günstige Modelle wie die Philips Senseo (55 Euro), die Cafissimo easy von Tchibo (49 Euro) oder die Tassimo happy von Bosch (40 Euro) können mit dem Ergebnis der K-fee One zwar nicht ganz mithalten, schneiden aber deutlich besser ab als der klare Textverlierer. Die Modelle von Bosch und Tchibo erhalten jeweils die Note „gut“ (2,3), das von Philips immerhin noch ein „befriedigend“ (3,3). Dafür ist die Senseo neben der K-fee One und der Krups Nespresso Essenza Mini EN85 eine von drei Kaffeemaschinen, die einen Lungo sehr gut brüht.

Welche Mängel sind aufgefallen? Auch die Senseo von Philips setzt im Test mit Nickel einen Fremdstoff frei, allerdings noch im Rahmen der EU-Grenzwerte. Zudem verbraucht die beliebte Pad-Kaffeemaschine mit Abstand am meisten Strom. Große „Stromfresser“ sind auch die K-fee One, die Tchibo Cafissimo easy und die Flytek Zip Lux. Andere Kaffeemaschinen sind im Test sehr laut gewesen. Am meisten Lärm geben laut Stiftung Warentest das Gerät von Tchibo und auch die Nescafé Dolce Gusto MiniMe EDG155 von De’Longhi von sich.