Bonn: Solarworld muss erneut Insolvenz anmelden

Bonn: Solarworld muss erneut Insolvenz anmelden

Knapp acht Monate hat die neue Solarworld überlebt. Beim Amtsgericht in Bonn hat der Hersteller von Solarmodulen einen Insolvenzantrag gestellt. Etwa 600 Mitarbeiter sind betroffen, die meisten in den Werken in Freiberg (Sachsen) und Arnstadt (Thüringen). In der Verwaltungszentrale in Bonn arbeiten nur noch 45 Beschäftigte. Damit ist der Versuch von Solarworld-Gründer Frank Asbeck, das Unternehmen nach der Insolvenz als abgespeckte Solarworld Industries GmbH weiterzuführen, vorerst gescheitert. Er hatte im August mit eigenem Geld und Unterstützung von Investoren aus Katar die deutschen Werke aus der Insolvenz gerettet.

Als vorläufiger Insolvenzanwalt wurde Christoph Niering bestellt. Er muss entscheiden, ob das Unternehmen weiter produzieren kann, Die Aussichten für eine Fortführung werden von Branchenkennern jedoch als nicht sehr positiv eingeschätzt. Denn Solarworld erwirtschaftet Verluste, eine Wende sei vorläufig nicht absehbar. Die Branche leidet unter den Dumpingpreisen der chinesischen Hersteller.

(bsc)