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Düsseldorf: Skoda-Fahrer gewinnt vor Gericht gegen VW-Konzern

Düsseldorf : Skoda-Fahrer gewinnt vor Gericht gegen VW-Konzern

Das Landgericht Hildesheim hat die Volkswagen AG verurteilt, einem vom Abgas-Skandal betroffenen Skoda-Fahrer den Kaufpreis für sein Fahrzeug zu erstatten (Az. 3 O 139/16). Der Kläger hatte 2013 von einem Autohaus in Gifhorn einen Skoda Yeti mit manipuliertem 2,0-Liter-Motor zum Neupreis von 26.499,99 Euro erworben. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass VW vorsätzlich getäuscht hat. Diese Verbrauchertäuschung sei als ebenso verwerflich einzustufen wie in der Vergangenheit etwa die Beimischung von Pferdefleisch in Lasagne.

Der Anwalt des Klägers, Marco Rogert von der Düsseldorfer Kanzlei Rogert & Ulbrich, begrüßte die Entscheidung. Sie habe insbesondere deshalb eine hohe Bedeutung für die Aufarbeitung des Abgasskandals, weil erstmals das schädigende Unternehmen Volkswagen AG außerhalb von Gewährleistungsaspekten für seine Handlungen erfolgreich zivilrechtlich in Anspruch genommen worden sei. Zuletzt hatte VW vermehrt Vergleiche geschlossen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

(frin)