Essen: RWE will Kapitalerhöhung als Schutz vor Übernahme

Essen: RWE will Kapitalerhöhung als Schutz vor Übernahme

RWE will sich das Recht auf eine Kapitalerhöhung geben lassen. "Um die Gesellschaft in die Lage zu versetzen, ihren Finanzbedarf schnell decken zu können, soll neues genehmigtes Kapital geschaffen werden", heißt es in der Einladung zur Hauptversammlung am 16. April. Dort soll der Vorstand ermächtigt werden, Aktien in Höhe von 20 Prozent des Grundkapitals auszugeben. Das bedeute unter Berücksichtigung von Altaktionärs-Rechten, dass das Kapital de facto um zehn Prozent erhöht werden kann, heißt es. Die kommunalen Aktionäre wollen diesen Vorratsbeschluss mittragen. Sie haben sich aber zusichern lassen, dass vor der tatsächlichen Durchführung einer Kapitalerhöhung der Aufsichtsrat einstimmig zustimmen muss.

Eine Kapitalerhöhung ist eine Waffe im Kampf gegen feindliche Übernahmen. Die sei unwahrscheinlich, aber nie auszuschließen sagte RWE-Chef Peter Terium nun vor Wirtschaftsjournalisten. Ein Käufer müsste nicht nur den Börsenwert von 16 Milliarden Euro stemmen, sondern auch Schulden von 30 Milliarden übernehmen. Damit ginge es um mehr als 50 Milliarden Euro. "Es gibt nicht viele Unternehmen in der Welt, die sich so etwas leisten könnten", so Terium.

(anh)
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