Düsseldorf: Rüstungsetat stabil bei sieben Milliarden Euro

Düsseldorf : Rüstungsetat stabil bei sieben Milliarden Euro

Nach den Gesprächen mit Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) über Stornierungen bereits erteilter Rüstungsaufträge atmete die Branche gestern auf: Das Verteidigungsministerium will zwar in der Tat, wie gestern berichtet, bereits erteilte Rüstungsaufträge wieder streichen – dem stehen aber offenbar neue Aufträge gegenüber. "Unter dem Strich bleibt das Auftragsvolumen für die deutsche Rüstungsindustrie in etwa stabil", hieß es gestern in einem der wichtigsten deutschen Rüstungsunternehmen. Der deutsche Verteidigungsetat bewege sich schon seit Jahren stabil bei rund sieben Milliarden Euro, eine neue Größenordnung habe de Maizière auch nicht angekündigt.

So muss sich beispielsweise der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern offenbar damit abfinden, dass das Verteidigungsministerium nicht mehr wie geplant 410, sondern nur noch 350 Puma-Schützenpanzer abnimmt. Dafür werden aber dem Vernehmen nach mehr Boxer-Transportpanzer geordert, an deren Produktion Rheinmetall ebenfalls beteiligt ist.

Zu den spannendsten Fragen der Branche zählt derzeit, ob Rheinmetall sich mit neuen Laserwaffen durchsetzen kann. Wenn ja, steht die weltweite Militärtechnik vor einem Umbruch, und die Düsseldorfer wären von de Maizière weniger abhängig: Die Laserwaffen könnten klassische Munition ersetzen. Erste Demonstrationen in der Schweiz, bei denen Rheinmetall der Abschuss einer Test-Drohne mit Laserstrahlen gelungen ist, sollen erfolgreich gewesen sein.

(RP)