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München: Roland Berger lehnt Fusion mit US-Wettbewerbern ab

München : Roland Berger lehnt Fusion mit US-Wettbewerbern ab

Die Spitze der Unternehmensberatung Roland Berger hat einer Fusion mit einem der US-Branchengrößen wie Deloitte oder Pricewaterhouse Coopers eine Absage erteilt. Nach monatelangen Gesprächen und Überlegungen hätten Geschäftsführung und Aufsichtsrat eine Empfehlung für die Eigenständigkeit von Roland Berger abgegeben, hieß es gestern in Branchenkreisen.

Heute sollen die rund 250 Partner von Roland Berger, denen das Unternehmen gehört, bei einer Sitzung in Frankfurt darüber abstimmen. Die Absage an Zusammenschlüsse mit möglichen Partnern gilt indes nicht als sicher, da die Partner bei ihren Treffen auch schon für Überraschungen gesorgt hatten. Eine Unternehmenssprecherin äußerte sich nicht dazu.

Im Mai hatten die Partner beschlossen, alle Möglichkeiten für die weitere Strategie des Unternehmens prüfen zu lassen, darunter auch einen Verkauf. Als ein möglicher Käufer war vor allem der US-Wirtschaftsprüfer Deloitte im Gespräch. Beim ersten Versuch einer Übernahme im Jahr 2010 hatten die Roland-Berger-Partner den US-Riesen aber in letzter Minute abblitzen lassen und stattdessen mit Millioneneinlagen ihre Unabhängigkeit gesichert. Vor allem Firmengründer Roland Berger hatte dafür seinerzeit tief in die Tasche gegriffen. Neben Deloitte soll es auch Gespräche mit Pricewaterhouse Coopers und Ernst & Young gegeben haben. Für die US-amerikanischen Riesen wäre die Verschmelzung mit Roland Berger ein Weg in den lukrativen deutschen Beratungsmarkt.

Berger hatte das Unternehmen 1967 gegründet und sich in den folgenden Jahrzehnten zum bekanntesten deutschen Unternehmensberater hochgearbeitet, von dem sich bis heute auch deutsche Spitzenpolitiker Ratschläge geben lassen.

(dpa)