Rösler will Windparks mit Gesetz vorantreiben

Rösler will Windparks mit Gesetz vorantreiben

Norddeich (dpa) Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) will die Probleme beim Ausbau der Stromnetze für Windparks auf See durch ein neues Gesetz in den Griff bekommen. Die Bundesregierung wolle dafür sorgen, dass Unternehmen weiter in diese Zukunftsbranche investierten, sagte Rösler am Montag vor einem Besuch des Offshore-Windparks "Alpha Ventus" im ostfriesischen Norddeich. Er gehe davon aus, dass das Kabinett bald eine Gesetzesvorlage zur Begrenzung der Haftungsrisiken bei der Netzanbindung von Windparks beraten werde.

Rösler bekam bei seinem Besuch die Tücken der See zu spüren: Die geplante Bootstour zu den zwölf Windrädern 45 Kilometer nördlich von Borkum musste wegen starker Winde und hoher Wellen abgebrochen werden. Der Minister nahm die 170 Meter hohen Windräder des Pilotprojektes später aus dem Flugzeug in Augenschein. Rösler schloss nicht aus, dass die Verbraucher künftig tiefer in die Tasche greifen müssten, wenn die Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien (EEG) angehoben werde.

Er wolle sich dafür einsetzen, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien wirtschaftlicher vorangetrieben werde als bisher und Energie bezahlbar bleibe. Dies sei das entscheidende Kriterium für die Energiewende in Deutschland. Derzeit zahlen Verbraucher eine Umlage über ihren Strompreis, um Ökostrom aus Sonne, Wind oder Wasserkraft zu fördern. Dieser Aufschlag ist im EEG festgelegt und liegt aktuell bei 3,59 Cent pro Kilowattstunde. Das bedeutet für einen Durchschnittshaushalt rund 125 Euro Zusatzkosten pro Jahr.

(RP)
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