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Hamburg: Reederei Aida investiert 100 Millionen Euro für Umwelt

Hamburg : Reederei Aida investiert 100 Millionen Euro für Umwelt

Die Reederei reagiert auf deutliche Kritik.

Die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises reagiert auf die Kritik von Umweltschützern. Sie investiert bis 2016 rund 100 Millionen Euro in Ökotechnik. Neben zwei Neubauten sollen auch ältere Hotelschiffe mit Abgasfiltern nachgerüstet werden, wie Umweltdirektorin Monika Griefahn ankündigte. So würden Emissionen wie Schwefeloxid und Stickoxid nahezu beseitigt. Auch der Kohlenmonoxid-Ausstoß (CO2) würde deutlich verringert.

Die beiden Aida-Schiffe, die 2015 und 2016 Fahrt aufnehmen, werden mit Duel-Fuel-Motoren ausgestattet, die Schiffsdiesel sowie Erdgas verbrennen können. Sie könnten während ihrer Liegezeit im Hafen den Hotelbetrieb direkt über eine Erdgasversorgung sicherstellen. Ein Aida-Flottenschiff ist bereits mit Landstromtechnik ausgestattet, andere vorbereitet. Diese Stromzufuhr ist im Hamburger und Rostocker Hafen noch nicht verfügbar.

Der Naturschutzbund, der der Kreuzfahrtindustrie ein äußerst schlechtes Umwelt-Zeugnis ausgestellt hatte, begrüßte die Maßnahmen. "Dieser Schritt war überfällig", teilte Bundesgeschäftsführer Leif Miller mit.

Rußpartikel werden für Krebs- und Herzkrankheiten mitverantwortlich gemacht. Vom 1. Januar 2015 an gelten strengere Umweltauflagen in Nord- und Ostsee. Um sie zu erfüllen, müssen Schiffe Treibstoff mit einem Schwefelgehalt von maximal 0,1 Prozent verwenden oder ihre Abgase reinigen. Fünf Jahre später soll Schweröl ganz verboten sein.

(dpa)