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Berlin: Patientenberatung immer weniger vor Ort im Einsatz

Berlin : Patientenberatung immer weniger vor Ort im Einsatz

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD), die Versicherte über rechtliche und gesundheitliche Fragen berät, läuft seit Anfang 2016 über einen privaten Anbieter. Seitdem wird immer häufiger nur noch telefonisch beraten. So erhielten 90,1 Prozent der Fragesteller per Telefon Auskunft, 3,9 Prozent Online, 2,3 Prozent per Post, zwei Prozent vor Ort und 1,7 Prozent in einem Beratungsmobil. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf Anfragen der Grünen-Fraktion im Bundestag hervor, die unserer Redaktion vorliegt.

Aus Sicht der Grünen ist das für die Ratsuchenden eine deutliche Verschlechterung: "Obwohl bedeutend mehr Mittel in die neue UPD fließen, ist die Anzahl der Beratungen vor Ort um 80 Prozent zurückgegangen", bemängelt die Grünen-Gesundheitspolitikerin Maria Klein-Schmeink. Ein Callcenter könne vielleicht vordergründige Gesundheitsinformationen abdecken, nicht aber komplexe Probleme der Leistungsgewährung oder solche bei Verdacht auf Behandlungsfehler lösen.

(qua)